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Das Bedingungslose Grundeinkommen PDF Drucken E-Mail
Montag, den 23. November 2009 um 00:00 Uhr

In Namibia setzen sich die Unterstützer und Befürworter eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BIG - Basic Income Grant) für dessen Fortsetzung und landesweite Einführung ein. Vor knapp zwei Jahren wurde das BIG als Pilotprojekt in dem Dorf Otjivero eingeführt. Alle Einwohner erhielten ein garantiertes monatliches Einkommen in Höhe von 100 N$. Dieser Betrag ist verhältnismäßig klein und beträgt umgerechnet ungefähr 9 Euro. Die absolute Armutgrenze in Namibia liegt bei 152 N$, jedoch gelten bereits diejenigen als arm, die mit weniger als 316 N$ pro Monat leben müssen. Dennoch waren die Resultate eindeutig und verdeutlichten mehr als erwartet die positiven individuellen wie gesellschaftlichen Auswirkungen, insbesondere hinsichtlich des Entfesselns neuer kreativer und gemeinschaftsorientierter Kräfte durch eine materielle Grundsicherung der Menschen.

Die sogenannte BIG-Coalition fordert von der Regierung Namibias nun die landesweite Einführung des BIG. Die BIG-Coalition ist eine Vereinigung von Kirchen, Handelsgesellschaften, NGOs und Hilfsorganisationen, die gemeinsam das Geld aufbrachten, um der Gemeinde das Grundeinkommen zahlen zu können. Unterstützung von der Regierung erhielt die Initiative nicht. Die finanzielle Hilfe kam vor allem von Organisationen wie Brot für die Welt, Lutheranischer Weltbund, Vereinte Evangelische Mission, Evangelische Kirche im Rheinland, Evangelische Kirche in Westfalen, Friederich-Ebert-Stiftung und anderen.

Um auf dieses Anliegen aufmerksam zu machen, hat der Vorsitzende der BIG-Coalition, Bischof Zephania Kameeta, in der Epheser/Mazedonischen Kirche in Windhoek-Katutura zu einem "ökumenischen Gemeinschaftsmassentreffen" unter dem Motto "Stoppt Armut und Hunger: Führt das Grundeinkommen jetzt ein!" eingeladen. Die Grundeinkommenssicherung der Einwohner von Otjivero ist derweil auch für das nächste Jahr als gesichert angegeben worden. Die Pastorin Claudia Haarmann von von der BIG-Coalition machte im Gespräch mit der Tageszeitung Namibias deutlich, dass das Pilotprojekt am Ende des Jahres definitiv beendet werde. Die Finanzierung der Grundeinkommen-Auszahlung für ein weiteres Jahr sei aber kein Problem, da die Koalition dafür sogar mehr Geld sammeln konnte, als sie bräuchte. Bei einer Fortsetzung der Zahlung von 100 N$ pro Person und Monat betragen die Kosten etwa 1,2 Millionen Namibia-Dollar.

Unterdessen wurde bekannt, dass auch in Deutschland die Anfang des Jahres gelaufene Petition für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens in einer öffentlichen Sitzung im Bundestag beraten wird. Auch die Petentin Susanne Wiest wird dazu eingeladen. Anschließend werde entschieden. Die Petition hatte über 50.000 Unterschriften erhalten.

 

 

 

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Der totalitäre Charakter der selbsternannten "Geldsystemkritiker"

Der Kampf gegen das Bedingungslose Grundeinkommen ist letztlich ein Kampf gegen das bedingungslose Recht auf Leben, und zwar menschenwürdig, "eigenwertig", selbstzweckhaft zu leben. Und ferner ist es ein Kampf gegen den Menschen, gegen die Freiheit, gegen die geistige und emotionale Autonomie des Individuums gegenüber herrschaftlichen Bestrebungen, also gegenüber autoritärer und elitärer Verfügungsgewalt, die den Menschen untertan machen will, indem sie ihn funktionalisiert und etikettiert und katalogisiert, ihn zu einem Verfügungs-, Verwaltungs- und Verwertungsobjekt macht.

Für den totalitären Charakter, also den durch und für Arbeit abgerichteten Untertanen in der liberalen Gesellschaft, ist eben dies, diese Verfügungsgewalt, und die auf ihr beruhende und sie legitimierende Herrschaftsordnung, das Paradies auf Erden. Es ist die Zwangsarbeitsgesellschaft, eben die liberale Gesellschaftsordnung, durch und durch dem liberalen Götzen Arbeit unterworfen. Diese Herrschaftsordnung und ihr Herrschaftsgötze legitimieren sich letztlich damit, dass sie sich zur unausweichlichen, unumkehrbaren, immer schon da gewesenen, absoluten Realität, zu metaphysischen Daseinskonstanten verklären.

Die tragende Rolle bei dieser ideologisch-propagandistischen Selbstlegitimation der Herrschaft durch Arbeit spielt der totalitäre Charakter, und im Besonderen der Geldsystemverschwörungsideologe. Dieser totalitäre Charakter ist buchstäblich menschliches "Massenprodukt" der totalitären Arbeitsgesellschaft. Er erfühlt und verwirklicht die Arbeit als Herrschaftsinstanz und Herrschaftssystem, und legitimiert sie als einzig wahre Wirklichkeit. Er bestätigt sich dieses totalitäre Zerrbild der Realität mithilfe seiner devot-masochistischen Charakterstruktur, die ihm Lustgewinn durch Leiden, durch Unterwerfung und Ohnmacht verschafft.

Wenn sich das totalitäre Realitätssurrogat des Arbeitsfetischisten dann verbal dissoziiert, so heißt es nur noch: "Man muss halt einfach arbeiten". Und: "Es gibt nichts außer Arbeit". Oft lässt gleich darauf die masochistische Garnitur dieses devoten Denkreflexes nicht lange auf sich warten. Besonders dann nicht, wenn es die Geldsystemverschwörungsideologie ist, der es primär ja nicht darum geht, Arbeit als solche zu rechtfertigen, sondern vielmehr den Lustgewinn an der Unabänderlichkeit des Ausgeliefertseins an die Arbeit. Welche dann nicht selten auch als Verantwortlichkeit eines bösen Leidensobjektes paranoidisiert werden kann.

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