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Erwerbsarbeitsstatistiken PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 08. Januar 2010 um 00:00 Uhr

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren im Jahr 2009 durchschnittlich rund 40,15 Millionen in Deutschland wohnende Menschen erwerbstätig. Gegenüber dem Jahr 2008 ergibt sich damit eine Abnahme um 72.000 Personen. Damit ist die Erwerbstätigenzahl erstmals seit 2005 im Vorjahresvergleich wieder gesunken. Im Jahre 2008 hatte es mit durchschnittlich 40,22 Millionen Personen einen neuen Höchststand an Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung gegeben. Insbesondere durch staatliche Subentionen als auch durch das im Rahmen der sog. Hartz IV-Gesetzgebung ermöglichte massive Lohndumping konnte in den letzten Jahren eine relativ hohe und stabile Erwerbstätigenzahl erreicht werden. Die Erwerbsarbeit als primärer Lebensinhalt ist eines der zentralen gesellschaftlichen und machtpolitischen Dogmen und Herrschaftsinstrumente.

Zudem fallen die in unterbezahlten, Leiharbeits- oder Mini-Jobs tätigen Personen aus den offiziellen Erwerbsarbeitslosenstatistiken heraus. Die systematische Manipulation der Arbeitslosenstatistiken ist ebenfalls eine zentrales machtpolitisches Propagandainstrument, um den bürgerlichen Kult der Erwerbsarbeit aufrecht zu erhalten, und damit auch die Entfaltung von Freiheit und Selbstbestimmung, welche die etablierten Herrschaftsstrukturen erodieren würden, zu verhindern. Im Jahre 2009 wurde insbesondere durch die massive Ausweitung der Kurzarbeit sowie den Abbau von Überstunden und das Abschmelzen von Guthaben auf Arbeitszeitkonten signifikant hohe, in offiziellen Statistiken erscheinende Beschäftigungsverluste verhindert.

Aus den ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes geht darüber hinaus hervor, dass sich der langfristige Strukturwandel der Erwerbstätigkeit auch im Jahre 2009 und unabhängig von der gegenwärtigen (in der offiziellen Wertschöpfung weggerechneten) Rezession fortgesetzt hat. So hatten mit 73 Prozent fast drei Viertel aller Erwerbstätigen ihren Arbeitsplatz in den Dienstleistungsbereichen. Seit dem Jahr 1991 hat sich dieser Wert von damals 59,5 Prozent kontinuierlich erhöht, während dagegen in den anderen Erwerbstätigenbereichen der Erwerbstätigenanteil sich dementsprechend verringerte. In der Land- und Forstwirtschaft sind inzwischen nur noch 2,1 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt, im Vergleich zu 3,9 Prozent noch im Jahre 1991. Im Baugewerbe sind 5,5 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt, und damit 1,8 Prozentpunkte weniger als 1991 und 3,1 Prozentpunkte weniger im Vergleich zum höchsten Stand im Jahre 1995. Im restlichen gesamten Produzierenden Gewerbe sank der Anteil an allen Erwerbstätigen seit dem Jahr 1991 um fast zehn Prozentpunkte von 29,3 Prozent auf nun nur noch 19,4 Prozent. Davon entfallen laut offiziellen Berechnungen allein 0,5 Prozentpunkte an Beschäftigungsverlusten aufgrund der Konjunkturschwäche des laufenden Jahres.

Insbesondere die exportorientierten Bereiche des Produzierenden Gewerbes waren von dem globalen Einbruch der Wirtschaftsleistung betroffen. Die dort aufgetretenen durchschnittlichen konjunkturbedingten Beschäftigungsverluste im Jahre 2009 haben mit 217.000 Personen genau die Größenordnung erreicht, die die Beschäftigungsgewinne der beiden vorherigen Jahre wieder ausgeglichen hat. Bei einer konsequenten, Bedarfs- und Nachhaltigkeitsorientierten statt Wachstums- und Erwerbsarbeitsorientierten Wirtschaftspolitik wären die Beschäftigungsrückgange in allen Erwerbstätigenbereichen freilich noch deutlicher zu Tage getreten. Aus bereits erwähnten Machtpolitischen und Herrschaftsorientierten Gründen wird jedoch nach wie vor krampf- und wahnhaft am traditionellen bürgerlichen Wachstums- und Arbeitsfetisch, und damit auch an einer parasitären, ruinösen, zunehmend in Verelendung mündenden, jeder Bedarfsdeckung entfremdeten Wachstumsökonomie festgehalten.



Lesetipp: Das Bedingungslose Grundeinkommen

 

 

 

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Das Ende der Arbeit

{jcomments on}Der US-Professor Jeremy Rifkin befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Problem der Arbeitslosigkeit und in diesem Zusammenhang besonders mit der Frage nach der Zukunft der Erwerbsarbeit. Rifkin ist Soziologe, Ökonom und Publizist, unterrichtet unter anderem an der Universität von Pennsylvania und berät zahlreiche Regierungen, wie auch die EU-Kommision. Bereits im Jahre 1995 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft“. Im Jahre 2005 erschien zu dieser Thematik ein Interview mit Rifkin in der Stuttgarter Zeitung.

"Die 356 reichsten Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit. Diese Entwicklung führt uns in den Abgrund. Wenn die Unternehmen die Löhne immer weiter drücken, wird irgendwann niemand mehr ihre Produkte kaufen. Das ist so logisch, dass es eigentlich jeder verstehen müsste. Was wir brauchen, ist eine Reglobalisierung, bei der die Bedürfnisse der Mehrheit im Vordergrund stehen, nicht die Gewinnspannen einer kleinen Minderheit. Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Ich sehe zwei Alternativen für unsere Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können", so Jeremy Rifkin in dem Interview. "Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen."

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