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Das Ende der Arbeit PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 14. Mai 2010 um 00:00 Uhr

Der US-Professor Jeremy Rifkin befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Problem der Arbeitslosigkeit und in diesem Zusammenhang besonders mit der Frage nach der Zukunft der Erwerbsarbeit. Rifkin ist Soziologe, Ökonom und Publizist, unterrichtet unter anderem an der Universität von Pennsylvania und berät zahlreiche Regierungen, wie auch die EU-Kommision. Bereits im Jahre 1995 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft“. Im Jahre 2005 erschien zu dieser Thematik ein Interview mit Rifkin in der Stuttgarter Zeitung.

"Die 356 reichsten Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit. Diese Entwicklung führt uns in den Abgrund. Wenn die Unternehmen die Löhne immer weiter drücken, wird irgendwann niemand mehr ihre Produkte kaufen. Das ist so logisch, dass es eigentlich jeder verstehen müsste. Was wir brauchen, ist eine Reglobalisierung, bei der die Bedürfnisse der Mehrheit im Vordergrund stehen, nicht die Gewinnspannen einer kleinen Minderheit. Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Ich sehe zwei Alternativen für unsere Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können", so Jeremy Rifkin in dem Interview. "Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen."


Hier eine virtuelle Nachstellung des gesamten Interviews:

 

 

 

 

 

 

 

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Muss sich Arbeit (wieder) lohnen?

Seit Jahren quält eine Frage das öffentliche Bewusstsein in Deutschland. Eine Frage, die zumeist keine wirkliche Frage ist, sondern vor allem ein Täuschungsversuch der Politik gegenüber den Menschen. Ein Wahlkampfmanöver, und eine billige, machtpolitische Demagogie, welche die Menschen weiterhin dort hin treiben und halten soll, wo sie die ihnen vom etablierten Herrschaftsgefüge des bürgerlichen Liberalismus zugeteilte Rolle ausfüllen sollen.

Nämlich die des dressierten ökonomischen Nutzviehs, des Humankapitals, des fleißigen, der Allgemeinheit nützlichen Arbeiters und Leistungsträgers. Es geht um die Frage, ob sich Arbeit lohnt und lohnen müsse. Der Begriff "Arbeit" kann wahlweise auch durch den der "Leistung" ersetzt werden. "Leistung" ist dabei positiver besetzt, als modernistisches, neoliberales Synonym zum originär liberal geprägten Arbeitsbegriff.

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