Start Beiträge Themen Politik & Gesellschaft Das machtpolitische Kalkül elitärer Almosen
19.08.2017
  
Verwandte Beiträge
Teilen
bitly|a simple URL shortener
Echte Demokratie Jetzt!
Atomkraft? Nein Danke
Springer-Nazi-Schmiere
Global Change Now
Aktionen
Alice im Wandelland
 
Wir treten zurück
 
Barakas Netzgeflüster
Warnungen

   Unwettergefahr

 

   © Deutscher Wetterdienst, (DWD)
Wetter
Köln
0°C
Köln °C | Niederrhein °C | Dresden °C | München °C | Berlin °C | Karlsruhe °C | Bremen °C | Frankfurt °C | Münster °C | Kiel °C | Ostfriesland °C | Auckland °C | Christchurch °C | Wellington °C | Aberdeen °C | Cardiff °C | Bristol °C | Coventry °C | London °C | Amsterdam °C | Brüssel °C | Wien °C | Zell am See °C | Venedig °C | Treviso °C | Rom °C | Paris °C | New York °C | Los Angeles °C | Boston °C | Emmonak (Alaska) °C | Südpol °C
[Details]
Barakas Netzgeflüster
Wer ist online
Wir haben 26 Gäste online
banner-klein
Das machtpolitische Kalkül elitärer Almosen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Samstag, den 07. August 2010 um 16:30 Uhr

Massenmedien berichten davon, dass in dieser Woche 40 Milliardäre in den USA öffentlich versprochen haben, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Hintergrund ist die Initiative "The Giving Pledge" von Microsoft-Gründer Bill Gates und dem amerikanischen Investor Warren Buffett.

Gestartet wurde die Kampagne bereits im Juni. Hunderte US-Milliardäre sollen davon überzeugt werden, einen Großteil ihres Vermögens zu Lebzeiten oder im Todesfall zu spenden, und dies im Rahmen der Kampagne öffentlich zu machen. Laut Forbes leben in den USA 403 Milliardäre, womit sich derzeit rund zehn Prozent aller US-Milliardäre an der Initiative von Gates und Buffett beteiligen.

Der laut Forbes-Liste über ein Vermögen von 47 Milliarden Dollar verfügende Buffett hatte bereits vor vier Jahren angekündigt, 99 Prozent seines Vermögens der Bill- und Melinda-Gates-Foundation zu vermachen. Gates selbst hat bislang über 28 Milliarden Dollar in seine Stiftung gesteckt, die seit ihrer Gründung im Jahr 1994 mehr als 22 Milliarden Dollar für „Gesundheitsprojekte“ in Entwicklungsländern und „soziale Zwecke“ in den USA ausgegeben hat.

Was dies im konkreten heißt, verschweigen die Massenmedien jedoch zwangsläufig. Bestenfalls werden gelegentlich noch beispielsweise die Bekämpfung des Hungers oder Impfprogramme in der dritten Welt propagiert. In der Tatsachenrealität können sich die mittels solch stilisierender Propaganda suggerierte und herbei fantasierte Wohltätigkeit dieses Mannes und die von ihm maßgeblich ermöglichten und finanzierten Programme etwa in dem Einsatz neuartiger, experimenteller Impfstoffe in der dritten Welt zeigen.

Sofern die Auswirkungen derartiger Impfprogramme überhaupt die offizielle Berichterstattung erreichen, werden sie beispielsweise Ebola genannt. Dies passiert, wenn nach massiver Vergiftung durch toxische Substanzen die Leber soweit geschädigt oder zerstört wird, dass sie unzureichend oder keine Blutgerinnungsfaktoren mehr produzieren kann, und es in der Folge zu inneren und äußeren Blutungen kommt.

Der akademische Klerus greift dabei natürlich auf die rassistische Verschwörungstheorie der Infektionstheorie zurück, welche die Existenz pathogener Viren postuliert, um medizinische Symptomatiken, insbesondere bei flächendeckendem Auftretem, auf eine Weise zu erklären, wie sie gesellschaftlich und politisch die Etablierung herrschaftlicher bis totalitärer Ordnungsstrukturen legitimieren und ermöglichen kann.

Ebenfalls sehr beliebt ist das im Rahmen dieser Pseudowissenschaft in den 80er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erfunde Krankheitskonstrukt AIDS. Jahrzehntelange massive Propaganda hat dem im Denken ungeübten, weil akademisch hörigen Normalbürger im abendländischen Kulturkreis jedoch unverrückbar das Image von Afrika als AIDS-Kontinent schlechthin ins trübe, paranoide Bewusstsein implantieren können.

Neben dem für die Aufrechterhaltung der etablierten Herrschaftsstrukturen notwendigen Paranoia können mittels dieser pseudowissenschaftlichen Propaganda auch die Menschenversuche in der dritten Welt, und die sich damit sehr praktisch verknüpfbaren Bevölkerungskontrollprogramme vor dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verborgen und ihrerseits zu politisch und akademisch unkorrekter, masseninkompatibler Verschwörungstheorie stilisiert werden.

Ein weiteres Feindbild, das Polarisierung und damit Ablenkung und Handlungsunfähigkeit innerhalb westlicher Gesellschaften aufrecht erhält, und auf diese Weise auch ihre Herrschaftsstrukturen. Letztlich wird also deutlich, wohin die Milliarden Dollar propagierter Wohltätigkeit fließen: Zu großen Teilen in den pharmazeutisch-militärischen Industriekomplex. Insofern ist es kaum verwunderlich, dass die Gates-Stiftung ihr Kapital zur Vermehrung gerne auch in den Aktien von Öl- und Rüstungskonzernen anlegt.


Vom stilisierten Wohltäter zum Eugeniker

Von all dem schweigen die Massenmedien freilich. Das suggerierte Propaganda-Bild eines wohltätigen Philantropen könnte dabei argen Schaden nehmen. Ebenso verschwiegen wird die Beteiligung von Gates etwa an einem Gentechnik-Projekt in Spitzbergen. 30 Millionen Dollar sind es, die Gates gemeinsam mit der Rockefeller -Stiftung, der Monsanto Corporation, der Syngenta-Stiftung, dem US-Agribusiness-Giganten DuPont Pioneer Hi-Breed oder auch der norwegischen Regierung, in ein Unternehmen stecken, das als "Tresor des jüngsten Gerichts" bezeichnet wird.

In der offiziellen Sprachregelung heißt es "Svalbard globaler Saatgut-Tresor auf der norwegischen Insel Spitzbergen, Teil der Svalbard-Insel-Gruppe". Offiziell verlautbarter Zweck ist die Lagerung von mehr als drei Millionen Pflanzensamen aus allen Teilen der Welt um die Sortenvielfalt der Feldfrüchte für die Zukunft zu sichern.

Ein faszinierendes Projekt angesicht einer gegenwärtig anbrechenden Zeit, in der die Agrarfelder weltweit in zunehmendem Maße mit gentechnisch veränderten Pflanzen bestückt werden - und unsere Nahrungsmittel mit dementsprechend gentechnisch veränderten Nahrungsbestandteilen. Der Agrarkonzern DuPont Pioneer Hi-Breed ist einer der größten Inhaber von Patentrechten auf gentechnisch veränderte Pflanzen (GMO) und die entsprechenden Pestizide.

Hinter der Syngenta-Stiftung verbirgt sich der gleichnamige schweizerische Konzern Syngenta, einem Großproduzenten von GMO-Saatgut und Agrochemie. Und zu guter Letzt fällt unweigerlich das insbesondere jenen politisch und akademisch unkorrekten Verschwörungstheoretikern bekannte und beliebte Rockefeller-Imperium ins Auge. Dessen Vergangenheit ist es, die durchaus so überhaupt nicht politisch und historisch korrekt, dementsprechend auch nicht massenkompatibel, jedoch interessante akademische Interessen und Einflüsse offenbart.

Die Rockefeller-Stiftung war eine der treibenden Kräfte, die während der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts sehr bemüht und bestrebt war, die seinerseits bereits in England und den USA vorherrschenden wissenschaftlichen Standards und Praktiken nach Deutschland zu importieren. Maßgeblich mit amerikanischem Geld wurde also ebenso wie etwa die NSDAP, die SA und ein Großteil der NS-Rüstungsindustrie, auch das sog. Kaiser-Wilhelm-Institut finanziert.

Gegründet 1926 in Berlin hieß es zunächst Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und bekam später dann den aussagekräftigeren Namen Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik. Im bereits bald darauf anbrechenden sog. "Dritten Reich" war es eine der wissenschaftlichen Keimzellen der Rassentheorie und Rassenhygiene, die insbesondere im englischsprachigen Raum bereits seit Ende des 19. Jahrhundert unter dem Begriff "Eugenik" firmierte und praktiziert wurde.

Eugenik, insbesondere in der weltweit bis heute, wenn auch unter anderen Namen bzw. Wissenschaftszweigen sowie politischen Programmatiken praktizierten Form, bezeichnet vereinfacht ausgedrückt die Ausrottung oder zumindest Eindämmung „minderwertiger“ Menschen, und/oder die gezielte Züchtung „höherwertiger“ Menschen. Die Rassentheorie als ideologischer Hintergrund entfaltete sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge einer anderen, aber engstens verwandten und verbundenen Pseudowissenschaft, dem Darwinismus.

Auch die Infektionstheorie, maßgeblich entwickelt von dem deutschen Wissenschaftsbetrüger und Massenmörder Roland Koch und dem französischen Impf-Scharlatan Louis Pasteur, speist sich ideologisch im Wesentlichen aus den rassistischen Konzeptionen einer grundsätzlichen Entartung, Boshaftigkeit und Feindseligkeit der Welt und des Lebens, die in einem immer währenden Kampf mit dem Höherwertigen, Reinen und Guten steht und bekämpft und ausgerottet werden muss.

Im Zeitalter des Kolonialismus und Imperialismus, das auf die Jahre der Restauration und die des immer unaufhaltsameren Aufstiegs der liberalen Bourgoisie und ihres parasitären Monopolkapitalismus folgte, boten die rassistischen und paranoiden Wahnvorstellungen der Infektionstheorie wie der Rassentheorie und darwinistischen Evolutionstheorie die politische Legitimation für die Unterwerfung, Beherrschung, Umerziehung, Ausbeutung und ggf. Ausrottung der eroberten Bevölkerungen insbesondere der heutigen sogenannten "Dritten Welt".

Dementsprechend zwangsläufig mündeten sie in der Rassenhygiene, verbunden etwa mit umfassenden Sterilisationsprogrammen besonders auch innerhalb der abendländischen Gesellschaft, bis hin zum Nationalsozialismus und dessen Rassenpolitik; von flächendeckender Euthanasie bis schlussendlich im Holocaust.

Die weltanschaulichen Konzeptionen der Rassenhygiene, der Rassentheorie, des Darwinismus und der Vererbungslehre existieren insbesondere in den modernen Wissenschaftsdisziplinen der heutigen Virologie, Genetik und Gentechnologie, sowie darüber hinaus auch in Soziologie, Psychiatrie oder Ökologie und im sogenannten "Transhumanismus" letztlich ununterbrochen fort.

Und dementsprechend auch in den heutigen industriellen Landwirtschafts- bzw. Hungerbekämpfungs- oder medizinischen, insbesondere Impf-Programmen. Und wie zu Zeiten des Höhepunkts der klassischen, ursprünglichen Rassenhygiene ist ihre moralische Legitimation stets die Gleiche: Das Bewirken von etwas Gutem, von Fortschritt und Heilung, sowie die Bekämpfung des Schlechten oder Krankhaften.

Hier schließt sich der Kreis, zurück zu den Wohltätern der gegenwärtigen moralistischen Inszenierungen massenmedialer Propagandaschmieren. In vorderster Front steht unter jenen postmodernen Heiligen dementsprechend stets einer der spendabelsten, bzw. sich in der Öffentlichkeit so gern als spendabel inszenierenden Wohltäter: Der PC-Diktator Bill Gates.


Bill Gates und die Rassenhygiene

Tiefergehende Verbindungen von Gates und der Rassenhygiene bzw. Eugenik lassen sich über mehrere Zusammenhänge darstellen. Kein geringerer als Gates’ Vater war lange Zeit ein führendes Vorstandsmitglied von "Planned Parenthood", einer Organisation, die ganz unmittelbar aus den Sterilisationsprogrammen der amerikanischen Regierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts hervorgegangen war.

In den 60er Jahren wurde, einmal mehr durch Unterstützung der Rockefeller-Stiftung, von der englischen "Eugenics Society" ein Unterausschuss namens “The International Planned Parenthood Federation" ins Leben gerufen, der zwölf Jahre lang dieselbe Adresse wie die Eugenics Society hatte. Unter der Bezeichnung "Krypto-Eugenik" plante die Gesellschaft die Fortsetzung der Eugenik unter neuen Namen und moralistischen Tarnungen. Zur selben Zeit wurden auf einer Eugenik-Konferenz in London weitere Grundlagen dafür gelegt.

David Rockefeller selbst war laut einem Bericht der "Sunday Times" Teilnehmer eines recht exklusiven Milliardärs-Treffens im Mai des letzten Jahres, an dem desweiteren auch Gates und Buffet, oder Gestalten wie Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York City, der Immobilienspekulant Eli Broad oder Ted Turner, Gründer von CNN teilnahmen.
Dabei soll es auch große Zustimmung zu der von dem medialen Vorzeige-Philanthrop und Wohltäter Bill Gates geäußerten Meinung gegeben haben, dass die Überbevölkerung das bestimmendste aller derzeitigen Probleme auf der Welt sei.

Aussagen dieser Art äußerte er erst kürzlich erneut auf einer Konferenz, die sich unter anderem mit einer weiteren grandiosen Pseudowissenschaft und politisch-akademischen Verschwörungtheorie beschäftigte und als Legitimationsgrundlage für Bevölkerungskontroll- und Deindustrialisierungsprogramme dient: Die auf der Treibhaus-Pseudowissenschaft beruhende Propaganda eines CO2-basierten, anthropogenen Klimawandels.

Unabhängig davon, ob Bill Gates nun aus einer infantil-moralistischen, oder psychopathisch-rassistischen Geisteshaltung heraus Milliarden von Dollars seines Vermögens unter moralischen Vorwänden in vor allem industrielle Einrichtungen und Machtstrukturen steckt, ohne dass er dabei in auch nur irgendeiner Weise ein faktisches persönliches Opfer bringen würde, lässt sich diese Person also dementsprechend bei klarem Verstand in kaum einer Weise als der Wohltäter stilisieren, als den ihn die massenmediale Konzernschmiere gern hofiert.

Erst bei halbdebiler moralistischer Umnachtung wirken derartige Suggestionen massenmedialer Propaganda, die primär für labile, emotional und moralisch leicht beeinflussbare und manipulierbare Menschen konzipiert wird. Insbesondere der finanzielle Aspekt dieser inszenierten Wohltätigkeit muss dabei eingehend beleuchtet werden.

Denn er stellt den manipulativsten Bereich dieser Propaganda dar. Bereits die dargestellte und stilisierte Höhe der Vermögen belegt nämlich bei der Betrachtung des ökonomischen Kontextes, jenseits moralistischer Suggestionen, die pervertierte, parasitäre Form und Ausprägung gegenwärtiger kapitalistischer Strukturen.


Die parasitären Vermögen im Zinskapitalismus

Im Klartext formuliert heißt dies schlicht und einfach, dass ein System, in dem sich derartige Vermögen angehäuft haben, und sich nach wie vor anhäufen, während zugleich sowohl in der ökonomischen Basis der produktiven Kapitalwertung, als etwa im Besonderen in öffentlichen, sozialen, karitativen und medizinischen Bereichen eine permanente Geldknappheit vorherrschend ist bzw. erzeugt wird, etwas grundlegend verkehrt läuft, sofern man von einem individuell wie ökonomisch rationalen Standpunkt ausgehend, freiheitliche gesellschaftliche Kapitalverwertungs- wie auch -verteilungsstrukturen voraussetzt.

Eine derartige Anhäufung von Kapital wird erst durch die finanzkapitalistischen Strukturen der diesen unterworfenen gegenwärtigen Ökonomie ermöglicht und letztlich systematisch forciert. Sie ist die Folge eines Geldsystems, das durch eine über ausschließlich positive Zinsen initialisierte Monetarisierung permanente Schulden generiert, welche realökonomisch nichts weiter als einen virtuellen, fiktiven Anspruch auf Realkapital bzw. Liquidität, also besonders zirkulierendes Kapital darstellen, und damit auch eine dementsprechend virtuelle, fiktive Deckungsgrundlage für jenes, zumeist kreditär in Umlauf gebrachte, und auf diese Weise von vornherein belastete Realkapital.

Das Prinzip der kreditären, zinsbelasteten, und damit ausschließlich Schuldgedeckten, also rein fiktive, realökonomisch völlig ungedeckte Kapitalansprüche und Schulden kreierenden Kapitalerzeugung etabliert auf diese Weise einen Kapitalumverteilungskreislauf, der permanent realökonomisches Kapital, dessen Liquidität sowie an die Produktivität gekoppelten Wert belastet, aus der ökonomischen Fläche abzieht und dort konzentriert und bündelt, wo durch Zinsen jene monetär fiktiven, aber realökonomisch wirksamen Vermögen anwachsen.

Dies geschieht besonders im Bereich der sich auf diese Weise vermehrenden Kapitalanlagen, welche als virtuelle Deckungsgrundlage weiterer kreditärer Kapitalerzeugung fungieren, und somit weitere Schulden im realökonomischen Bereich, und weitere Kapitalisierung im monetären Bereich generieren.

Aufgrund dieser gegenwärtigen finanzkapitalistischen Strukturen korrelieren also die hohen, an wenigen Stellen konzentrierten Vermögen immer mit in der Fläche verteilten Schulden, im Besonderen aber etwa auch mit Staatsschulden. Oder umgekehrt betrachtet sind private wie öffentliche Schulden im derzeitigen ökonomischen System die Grundlage und Grundvoraussetzung für gesamtgesellschaftlichen Wohlstand.

Doch wird dieser Wohlstand durch eben jenes System der zinsbasierten Kapitalumverteilung in einem extremen Ausmaß ungleich, elitär und monopolistisch verteilt, so dass faktisch einer breiten Masse mit mittlerer und geringer Kaufkraft, und gerade im weltweiten Maßstab mehrheitlich mit nahezu keiner Kaufkraft ausgestattet, und stattdessen in bitterster Armut lebend, eine kleine Minderheit gegenüber steht, die zuweilen über Vermögen in einer Höhe verfügen, dass mit keinerlei realen, individuellen Bedürfnissen und realökonomischen Nachfragepotenzial korreliert.

Wo sich also Vermögen konzentriert haben, insbesondere in einer absurden, jeder realökonomischen Vernunft spottenden Höhe wie etwa bei propagandistisch inszenierten Pseudo-Vorzeige-Milliardären wie Bill Gates oder Warren Buffett, fehlt dieses Geld in der breiten Fläche der Gesellschaft und dementsprechend auch in der Ökonomie, in der nur eine stabile, flächendeckende Kaufkraft auch eine entsprechend stabile, nachhaltige Produktivität und Wettbewerbsstruktur sichern kann.

Stattdessen wird durch das parasitäre Kapitalisierungssystem der ausschließlich positiven Zinsen ein permanenter Schuldenzwang generiert, und in der Folge andauernd wiederkehrende und sich dabei noch verstärkende Krisen verursacht, aufgrund der regelmäßig platzenden Schuldenblasen, denen kein reales Vermögen, bzw. keine realökonomische Kaufkraft in der Fläche gegenübersteht.


Die Alternative: Das Bedingungslose Grundeinkommen

Bedeutsam ist dies besonders auch bei der Konzeption eines Bedingungslosen Grundeinkommens, wobei das gesamtgesellschaftliche Vermögen bzw. in der Gesellschaft zirkulierende realökonomische Vermögen rechtlich als gesamtgesellschaftliches Eigentum betrachtet werden muss, damit das Grundeinkommen dementsprechend von der Gesellschaft als Ganzes getragen werden und von ihr selbst ihren Mitgliedern in nachhaltiger, also mindestens Existenzsichernder, über der Armutsgrenze liegender Höhe gewährt werden kann.

Bei einer tiefergehenden Betrachtung der Finanzierung eines Grundeinkommens stellt sich also nicht die Frage, wie es finanziert und ob es überhaupt finanziert werden könne. Vielmehr wird bei Verständnis der fundamentalen monetären Kapitalverwertungsstrukturen klar, dass innerhalb der Gesellschaft schon lange Vermögen und (potenzielle) Kaufkraft im Überfluss existieren.

Und zwar gewissermaßen in genau dem Ausmaß, in dem private und öffentliche Schulden ebenfalls im Überfluss, in einer parasitären, die Ökonomie oftmals ruinös belastenden, und damit auch die Gesellschaft in zunehmendem Maße verarmenden, sowie Öffentlichkeit und Politik entmachtenden Höhe. Das Problem ist also tatsächlich nicht das Fehlen von Geld in der Fläche, sondern dessen permanente künstliche, vor allem monetaristische Verknappung, durch die Zinsbasierte Kapitalumverteilung aus der realökonomischen Fläche in einige wenige private Vermögen.

Erst das Grundeinkommen würde hier gänzlich gegensätzliche Impulse vermitteln und eine stabile, Bedarfsgerechte und Nachfrage fördernde Liquidität und somit auch Wirtschaftsfördernde Konsumfähigkeit generieren, und den derzeit überbordenden Tendenzen der Geldverknappung durch permanente Zins-, und damit Schuldenlasten sowie damit korrelierenden konzentrierten Kapitalakkumulationen realökonomisch nachhaltig entgegenwirken.

Das Grundeinkommen schlägt somit gewissermaßen bereits zwei Fliegen mit einer Klappe: Es würde nicht nur die Menschen flächendeckend von den derzeit totalitär herrschenden ökonomischen Strukturen und Prozessen der Kapitalverwertung emanzipieren, sondern eben zugleich auch die Kapitalisierung und Produktivität selbst aus dem Klammergriff des parasitären Zinskapitalismus.

Gerade die Stabilität der Existenzsicherung und nachhaltigen Bedarfsbefriedigung durch ein Grundeinkommen würde viel weniger gesellschaftlichen Druck zu überwiegend aus Knappheitsängsten vollzogenen Spar- und Anlegeorgien aufbauen, womit wiederum den Zinsgesteuerten Kapitalisierungsprozessen bereits in nicht unerheblichem Maße die Grundlage zugunsten einer Bedarfs- und Ressourcengedeckten, anstelle einer ausschließlich Schuldenbasierten und dadurch erst Wachstumsfetischistischen Ökonomie entzogen werden würde.

Angesichts dessen wirkt moralistische, emotional manipulierende Propaganda von stilisierten, wohltätigen "Superreichen" umso scheinheiliger, doppelzüngiger und manipulativer. Denn systematisch wird verschwiegen, dass derartige Formen inszenierter Wohltätigkeit, die Teile, wie groß auch immer sie sein mögen, der durch das Zinssystem sittenwidrig und gegen jede realökonomische Vernunft angeeigneten Vermögen in die Realwirtschaft(!) zurückführt, in keiner Weise ein Akt der Gnade, Großzügigkeit oder Barmherzigkeit ist, sondern sittlich gewissermaßen eine Verpflichtung, zugleich aber aus realökonomischer Sicht auch ein destruktiver, kontraproduktiver und parasitärer Unsinn.


Grundeinkommen statt Spenden – Teilhabe statt Wohltätigkeit

Denn in dem Maße, wie diese perverse moralistisch-manipulative Heilsbringer-Propaganda eine Almosenspendende Wohltätigkeit stilisiert, wird damit das gegenwärtige System des parasitären, Ökonomie wie Gesellschaft systematisch auszehrenden Monopolkapitalismus in seinen fundamentalen Strukturen moralistisch legitimiert und sogar noch unterstützt und ausgebaut.

Bis zu einem gewissen Grad ausnehmen kann man davon bestenfalls aus den mittleren und unteren Einkommensschichten stammende Spender, die in viel höherem Maße auf Teile ihres eigenen Vermögens wirklich verzichten, und dies vor allem über den Einsatz ihres zumeist realwirtschaftlich, erwerbsarbeitsmäßig erworbenen Einkommens tun.

Grundsätzlich gilt aber auch hier, dass jede Form von Abhängigkeit von der Spendabilität, der Gutmütigkeit oder auch nur dem schlechten Gewissen anderer, das Resultat von fragilen, und letztlich gescheiterten Gesellschaftsstrukturen ist, insbesondere auf der ökonomischen Ebene, welche die politischen und soziokulturellen nahezu vollständig umfasst.

Denn das derzeitige ökonomische System der Kapitalverwertung ist aufgrund seiner inneren Strukturen unfähig, von selbst eine flächendeckende, Bedarfsgerechte, sowie darüber hinaus auch kulturelle und politische Teilhabe sichernde Wohlstandsverteilung innerhalb der Gesellschaft zu garantieren. Selbst ein vernünftiger, freiheitlicher Bedarfsorientierter Kapitalismus hat primär nicht die Aufgabe, die Menschen mit Einkommen zu versorgen, sondern lediglich ihre Versorgung durch Waren und Dienstleistungen zu garantieren.

Der gegenwärtige Zinskapitalismus aber zerstört weit darüber hinaus gehend permanent, und derzeit massiv in immer höherem Maße, die Konsumfähigkeit der Gesellschaft - und damit auch sich selbst. Doch mit den Mechanismen der konzentrierten, elitären Kapitalakkumulation zu Lasten der Gesellschaft als Ganzes korrelieren eben auch die sozioökonomischen Strukturen hierarchisch-elitärer Machtkonzentration und -ausübung. Und ein Teil dieser über Bevormundung, Entwürdigung und Alimentierung von Menschen aufrecht erhaltenen Herrschaftsstrukturen ist das vor allem moralistisch vollkommen gleichgeschaltete, massenmediale Propagandasystem.

Mittels der propagandistischen Stilisierung elitärer, moralistischer Almosentätigkeit wird die Spaltung der Gesellschaft und die bereits darauf gründende Unterwerfung der Menschen unter die Mechanismen zentralistisch-monopolistischer Kapitalverwertung und Machtakkumulation gefestigt, anstatt eben dieses autoritäre und ruinöse System zu hinterfragen und nach echten, nachhaltigen Lösungen zu suchen und dafür zu sorgen, die Gesellschaft ökonomisch auf eigene Beine zu stellen, und somit freiheitliche Strukturen zu etablieren.

Vielmehr besteht der eigentliche, unmittelbare Zweck von inszenierter Wohltätigkeit dieser Art einzig darin, die etablierten Herrschaftsstrukturen durch Entmündigung, Entwürdigung, Armut und Bittstellertum aufrecht zu erhalten und auszubauen. Einer vor allem durch wohltätiges Almosentum käuflichen, abhängigen und prinzipiell sogar erpressbaren Gesellschaft wird systematisch die Möglichkeit genommen, sich in Freiheit, jenseits von politischer, aber insbesondere auch ökonomischer Nötigung und Repression zu entfalten.

Und somit den so bitter notwendigen sozialen Wandel einzuleiten, der diese Gesellschaft aus dem totalitären Klammergriff der nahezu vollständigen ökonomischen Verwertbarkeit befreit, und somit auch vor dem, unter den gegenwärtigen monopolistischen Bedingungen unausweichlich kommenden Kollaps und Ruin bewahrt.



 

 

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Beiträge
März 2011

 

 

 

 
Februar 2011



 
Meist gelesen
Beiträge
Januar 2011

 

 

 
Dezember 2010

 

 

 
November 2010

 

 

 

 
Oktober 2010

 

 

 
September 2010

 

 

 
August 2010