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Dumpinglöhne oder BGE? PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 10. August 2010 um 01:00 Uhr

Die ARD-Reportage von Christoph Lütgert über die Geschäftspraktiken des Textildiscounters KiK: Ein Parade- wie Extrembeispiel für die Auswüchse des neoliberalen Sozialrassismus und darauf basierenden pervertierten Wachstumskapitalismus, in dem Menschen nichts mehr weiter sind als Ware, Nutzvieh und Konsumenten.

 

 

Begleittext des Videos auf YouTube:
Das Versprechen des Textildiscounters KiK klingt verlockend: Komplett Einkleiden für unter 30 Euro, von der Socke bis zur Mütze. Mit dieser aggressiven Preispolitik hat es KiK im Einzelhandel ganz nach oben geschafft. Beinahe täglich eröffnen neue Filialen.

Das Unternehmen ködert die Kunden mit fast unglaublichen Angeboten: Jeans für 9,99 Euro, Bermudas für 3,99 Euro, T-Shirts für 1,99 Euro.

Doch wie kommen diese Schleuderpreise zustande -- und wer muss dafür bezahlen? Eine Reportage aus der Welt von Dumpinglöhnen, Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden.

Film von Christoph Lütgert

 

Weitere Videos zur KiK-Reportage - ein Interview mit Christoph Lütgert und Hintergrund-Berichten:

 

 

 

 

Eine angemessene Reaktion auf den KiK-Kapitalismus: "Stell dir vor, KiK öffnet den Laden, und niemand geht einkaufen." Es ist der neoliberale Monopolkapitalismus, der Dumpinglohn- und Zwangsarbeit in großem Stil etabliert und fördert. Politisch verantwortlich ist dabei vor allem jedoch die sozialrassistische, menschenverachtende Sozialgesetzgebung, die von der Sozialdemokratie eingeführt, und nun von der neoliberalen Koalition in noch verschärfter Form fortgeführt wird. Durch sie wurde eine flächendeckende Verarmung, Entrechtung und Entwürdigung in der Gesellschaft machtpolitisch bewusst und gewollt herbeigeführt. Denn je niedriger die Sozialleistungen sind, umso mehr können auch die Löhne abgesenkt werden.

Der durch die dementsprechend sinkende Kaufkraft verursachte schleichende Zusammenbruch der Ökonomie fördert letztlich die Bildung von Monopolen und damit einhergehenden zentralistisch-totalitären Machtstrukturen. Der Hauptfeind des derzeitgen Monopolkapitalismus ist dementsprechend ein gesunder Mittelstand, sowie eine stabile Kaufkraft in der Fläche als Fundament eines stabilen und nachhaltigen Wettbewerbs, der Kapital im Umlauf hält, und nicht in die hohen, anwachsenden Vermögen, zu Lasten der gesamten Gesellschaft und Ökonomie umverteilt. 

Die Antwort auf diese gegenwärtig monopolistisch pervertierte Form des Kapitalismus kann daher nur das Bedingungslose Grundeinkommen sein. Es bringt Kaufkraft in die Fläche und stärkt damit insbesondere die mittelständische Wertschöpfung und Produktivität und befreit darüber hinaus auch die Gesellschaft als Ganzes aus dem derzeit totalitären, perspektivlosen Klammergriff der Mechanismen und Strukturen der Kapitalverwertung, die insbesondere unter dem Einfluss des neoliberalen Sozialrassismus Menschen eben nur noch als im Prinzip wertloses, dressierbares ökonomisches Nutzvieh betrachtet.

 

 

 

Die notwendige und längst überfällige Konsequenz des gegenwärtig grassierenden Sozialrassismus und durch diesen legitimierten und aufgebauten parasitären Finanz- und Wirtschaftssystems: Das Bedingungslose Grundeinkommen:

 

 

 

 

 

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Arbeitsmoral s(t)inkt

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, beklagt sich über die fehlende Ausbildungsreife und mangelnde persönliche Kompetenzen vieler junger Leute. Gegenüber "bild.de" sagte er wörtlich: "Jeder zweite Betrieb ist vor allem unzufrieden mit der Leistungsbereitschaft der Jugendlichen. Aber auch bei Belastbarkeit und Disziplin sieht es zunehmend ähnlich schlecht aus."

Tatsächlich ist dies allerdings weniger ein Grund zum Klagen, sondern vielmehr ein willkommener Anlass zur Hinterfragung des bestehenden Wirtschaftssystems und der dieses tragenden Moraldoktrin. Sinkende Arbeitsmoral bei Heranwachsenden passt nicht nur gut in  das Bild des gegenwärtigen Zustandes und der sich weiterhin abzeichnenden Entwicklung der Ökonomie. Vielmehr sind es angsichts der dadurch erforderlich werdenen gesellschaftlichen Veränderungen durchaus auch ausgesprochen gute Nachrichten.

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