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Grundeinkommen und Krönungswelle PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 18. September 2010 um 23:21 Uhr

Der gegenwärtige monopolistische Wachstumskapitalismus treibt durch die Kopplung von Erwerbsarbeit und Einkommen die Spaltung und Verarmung der Gesellschaft systematisch voran, weil nur die Erosion des Niveaus sowohl der Erwerbsarbeitsbedingungen als auch der Entlohnung, die völlig marode, überschuldete Ökonomie noch aufrecht erhält. Diesem machtpolitisch begünstigten und mit Hartz IV und dessen Erosion der sozialen Leistungsstandards maßgeblich unterstützten Verfall der Gesellschaft steht die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens diametral gegenüber.

Der Grundeinkommenskapitalismus ist die Alternative zum Wachstumskapitalismus und dessen die Menschen instrumentalisierenden Arbeitskult. Das Grundeinkommen befreit die Menschen vom unausgesprochenen, aber faktischen und allgegenwärtigen Arbeits-, Entwürdigungs- und Erniedrigungszwang, den die gegenwärtige Entwicklung einer Niedriglohnökonomie und die diese überhaupt erst ermöglichende und massiv forcierende Sozialgesetzgebung vorläufig auf die Spitze treiben.


 

Link: Bedingungsloses Grundeinkommen?

Das Bedingungslose Grundeinkommen stellt nicht ökonomische Nützlichkeitsaspekte des Menschen, sondern seine Würde und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gesellschaftlichen Handelns. Die Gesellschaft ist nicht länger der Ökonomie unterworfen, sondern die Ökonomie steht dann in Diensten der Gesellschaft. Der Mensch wird primär nicht länger auf eine funktionale Leistungseinheit reduziert, sondern als soziales, Vernunftbegabtes Wesen be- und geachtet.

 

Das Grundeinkommen sichert den Menschen von vornherein existenziell ab und nimmt ihm damit den Druck zur Selbstverwertung. Und damit erst ermöglicht es die Freisetzung sämtlicher im Menschen schlummernder Potenziale. Wo Repression, Bevormundung, Arbeitszwang und wirtschaftlicher Überlebenskampf die Menschen lähmen und der Selbstverwertung und völligen Funktionalisierung ausliefern, befreit das Grundeinkommen die Gesellschaft aus dem Klammergriff der Ökonomie und ihrer mechanistischen Prinzipien.

Die Grundeinkommensgesellschaft ist eine freiheitliche Gesellschaft. Freiheit bedeutet gemäß eines aufklärerischen Verständnisses die Souveränität der Gesellschaft gegenüber nötigenden, repressiven Herrschaftsstrukturen, wie sie derzeit von der ruinösen Monopolökonomie und dessen Erfüllungsgehilfen, dem gegenwärtigen Obrigkeitsstaat, repräsentiert werden. Ein demokratischer Rechtsstaat hingegen würde die Souveränität des Menschen, seine Würde, Vernunft- und Gewissensbegabung repräsentieren.



Dem freiheitlichen Aspekt des Grundeinkommens wird seit geraumer Zeit von der "Krönungswelle" bildhaft und erlebbar Ausdruck verliehen. Die "Krönungswelle" ist eine Grundeinkommensinitiative, welche die Idee des Grundeinkommens durch die symbolische Krönung von Menschen als unmittelbares Erlebnis deutlich macht. Die Krönung des Menschen kommt seiner Befreiung durch ein Grundeinkommen gleich.

Die Freiheit und Würde des Menschen, die ein Grundeinkommen verwirklicht, und den Menschen ein Leben frei von gesellschaftlichen Ängsten, Zwängen und Nötigungen ermöglicht, macht aus ihnen auf die Weise selbstbestimmte, souveräne Individuen. Und symbolisch gesehen dementsprechend Könige. Die Grundeinkommensgesellschaft ist nicht länger ein obrigkeitsstaatliches Zwangskollektiv, sondern eine Gemeinschaft von Königen und Königen. 



Der gekrönte Mensch zeigt eine gänzlich andere Perspektive des Menschseins und von sozialer Gemeinschaft auf: Das Leben in Freiheit durch die bedingungslose Berechtigung jedes Menschen zu existieren, teilzuhaben und sich in Würde zu entfalten. Während ein autoritärer Sozialstaat die Menschen entwürdigt, entmündigt und alimentiert, um seine Herrschaft zu sichern, setzt das Bedingungslose Grundeinkommen jedem Menschen eine Krone auf, und gibt ihm damit seine Würde und Freiheit zurück.

Ein gekrönter Mensch ist kein ökonomisches Nutzvieh mehr, und kein von Schuldgefühlen und Missgunst zerfressener Untertan. Ein König erhebt sich in seiner unveräußerlichen Würde und Einzigartigkeit und erfährt in der Entfaltung seiner Selbst eine Macht, die jeder Allein-Herrscher ein Leben lang vergeblich sucht. Der mächtigste König ist der, der keine Untertanen braucht, weil er sein Leben selbst in Händen hält und gestalten kann. Eine Gemeinschaft von Königen als bildliches Sinnbild des Souveräns ist die Grundlage wirklicher Freiheit und Demokratie, jenseits liberaler Willkür und moralistischer Plattitüden.


 

 

 

 

 

 

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Lohnarbeit macht krank

Laut Therapeuten sind in Deutschland immer mehr Arbeitnehmehmer aufgrund ihrer Erwerbsarbeit von sogenannten psychischen Erkrankungen betroffen. Nach Angaben der Bundestherapeutenkammer haben sich die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen seit 1990 verdoppelt. So heißt es in einer nun veröffentlichten Studie, dass inzwischen knapp elf Prozent aller Fehltage auf psychische Erkrankungen zurück gehen. Der starke Anstieg ist jedoch überwiegend rein statistischer Natur und korreliert vielmehr mit der Zunahme der Diagnosen von psychischen Erkrankungen.

Diese wiederum basiert allerdings weniger auf verfeinerten diagnostischen Methoden als zunächst einmal nur einem allgemeinen Trend innerhalb der Schulmedizin, die von kapitalistischen Profitinteressen getrieben, inzwischen auch im Bereich der Psychatrie und Psychotherapie verstärkt einen äußerst lukrativen Absatzmarkt entwickelt hat. Dabei profitiert die Schulmedizin insbesondere von den herrschenden sozioökonomischen Verhältnissen, die Menschen im Rahmen der gegenwärtigen kapitalistischen Produktionsprozesse überwiegend auf reine Nützlichkeits- und Verwertbarkeitsfunktionen reduziert und dabei von natürlichen individuellen, sinnstiftenden Lebensrealitäten entfremdet.

Die ebenfalls diesen Prozessen, gemäß den etablierten kapitalverwertenden Gesellschaftstrukturen unterworfene Schulmedizin, verstärkt diese Verhältnisse tendenziell, da sie dementsprechend vorwiegend von Krankheiten bzw. Diagnosen, und nicht etwa von gesunden Menschen lebt. Selbst von gesunden Menschen lebt sie dabei nur in dem Maße, in dem sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut behandlungsbedürftig, und somit profitabel werden. Der schulmedizinische Trend hin zu sogenannter Psychosomatik und psychischen Erkrankungen zeigt sich am deutlichsten in der erfundenen und in den vergangenen Jahren etablierten Pseudodiagnose "Burn out", die in früheren Jahren noch als leichte oder mittelschwere Depression bezeichnet wurde. Die Geschichte der Schulmedizin ist stets auch eine Geschichte der Umdefinition, Modifizierung und Neuerfindung von Symptomatiken und Krankheitsbildern.

Im Bereich psychischer Erkrankungen weist auch die Bundestherapeutenkammer abgeschwächt bzw. verfälscht darauf hin, indem sie darlegt. dass etwa die zunehmenden Diagnosen von psychischen Erkrankungen heute eher erkannt werden würden als früher. Laut Kammerpräsident Rainer Richter etwa seien psychische Erkrankungen jahrelang übersehen oder nicht richtig diagnostiziert worden. Dies ist bis zu einem gewissen Grad zutreffend, liegt aber im Besonderen auch daran, dass die Diagnose einer psychischen Erkrankung ein innerhalb der Schulmedizin, aufgrund kapitalistischer Interessen erst in den letzen Jahren gezielt verstärkter Trend ist.

Positiv ist die Studie über die Häufigkeit der heute offiziell diagnostizierten psychischen Erkrankungen aber gerade und trotz alledem in der Hinsicht, dass sie diese wichtige, nicht zu unterschätzende Tatsache ins Licht der Öffentlichkeit rückt: Dass Lohnarbeit nicht nur körperlich, sondern auch psychisch krank macht. Nebenbei versucht die Studie auch die Ursachen dieses Umstandes zu ermitteln, geht dabei jedoch nicht in die Tiefe der Betrachtung gegenwärtiger fundamentaler Gesellschaftsstrukturen. Durchaus kann sie aber den Weg zu einer kritischen Betrachtung der derzeit noch recht zagaft und wenig hinterfragten und erkannten krankmachenden, weil unnatürlichen Lebensumstände ebnen, denen die Menschen durch die sogenannte moderne Ökonomie der Kapitalverwertung ausgeliefert sind.

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