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U17-WM: Favoritensterben im Viertelfinale PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Samstag, den 18. September 2010 um 13:31 Uhr

Im Viertelfinale der U17-Weltmeisterschaft in Trinidad und Tobago kam es zu einem regelrechten Favoritensterben. Betroffen sind vor allem die Gewinner der Gruppen A und B, die bereits zu den heißesten Anwärtern auf den Titel gezählt wurden. Damit ist auch für die deutschen Juniorinnen der Traum vom Gewinn der Weltmeisterschaft bereits nach der Runde letzten Acht vorbei.

Die DFB-Elf hatte mit beeindruckenden Offensivleistungen, die zu drei Siegen und einer Torausbeute von 22-1 Treffern führte, souverän ihre Gruppe gewonnen. Im Viertelfinale traf sie auf den amtierenden Weltmeister Nordkorea, der nach Einschätzung von Bundestrainer Ralf Peter im Vergleich zur Weltmeistermannschaft von vor zwei Jahren nicht mehr ganz so herausragend besetzt ist.

Jedoch erwies sich der kompakte und disziplinierte Abwehrverbund der Nordkoreanerinnen an diesem Abend für die deutsche Mannschaft als unüberwindbare Hürde. Das Spiel wurde kurz vor der Pause entschieden, als einer der wenigen koreanischen Angriffe erfolgreich abgeschlossen wurde.

Nach einer Ecke geriet die Auswahl des DFB in einen Konter. Kurz vor dem deutschen Strafraum kam Kim Kum Jong, die von den deutschen Abwehspielerinnen nicht angegriffen wurde, an den Ball und zog daraufhin kurzerhand ab und versenkte den Ball unhaltbar für Lena Nuding im Tor der deutschen Mannschaft im oberen rechten Winkel.

Während der gesamten Partie über blieben die DFB-Juniorinnen die bestimmende Mannschaft, doch ähnlich wie bereits im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea ließ die Mannschaft meist das nötige Tempo und Ideen vermissen, um die taktisch diszipliniert verteidigenden Asiatinnen in Bedrängnis zu bringen. Auch die Einwechslungen brachten diesmal kaum Belebung ins Spiel der deutschen Mannschaft, die zudem müde wirkte und sich am Ende dem Weltmeister mit 0-1 geschlagen geben musste.

Wie Deutschland schied mit Nigeria ein weiterer Turnierfavorit aus. Die Afrikanerinnen hatten in ihrer Gruppe zum Auftakt noch Nordkorea 3-2 schlagen können. Seitdem waren die Asiatinnen allerdings gegentorlos geblieben. Der nigerianische Abwehrverbund dagegen erwies sich insbesondere in der Runde der letzten Acht als wesentlich anfälliger. Mit Südkorea lieferte sich der Afrikameister ein Torfestival, das erst in der Verlängerung zugunsten der Asiatinnen entschieden wurde.

Dabei hatte Nigeria nach bereits drei Minuten mit 2-0 in Führung gelegen. Doch Südkorea kam zurück und hatte nach 23 Minuten das Spiel wieder ausgeglichen. Kurz vor der Pause konnten die Nigerianerinnen jedoch erneut in Führung gehen. In der zweiten Hälfte drehte die Südkoreanerinnen schließlich das Spiel zu ihren Gunsten. Zwanzig Minuten vor Ende des Spiels per Elfmeter und eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit gelang ihnen die Führung. Einzig der in der Nachspielzeit nahezu postwendend erzielte Ausgleich rettete Nigeria beim Stand von 4-4 in die Verlängerung.

In dieser erzielten die Südkoreanerinnen zwei weitere Tore, Nigeria kam nur noch auf einen Treffer heran. Somit gewannen die Asiatinnen in einem verrückten Spiel schließlich mit 6-5 nach Verlängerung. Nigeria und Deutschland folgte einen Tag darauf mit Brasilien ein weiterer Turnierfavorit, der die vorzeitige Heimreise antreten muss. Die Südamerikanerinnen trafen allerdings mit Europameister Spanien auf einen Mitfavoriten, der zum WM-Auftakt die traditionell starken Japanerinnen mit 4-1 geschlagen hatte.

Zehn Minuten vor Ende der ersten Halbzeit gingen die Spanierinnen durch Raquel Pinel in Führung. Zwanzig Minuten nach der Pause erhöhte Nagore Calderon für die Brasilien  besonders in dieser Halbzeit weitestgehend beherrschende spanische Auswahl. Dennoch wurde es eine Viertelstunde vor Schluss noch einmal spannend, als die Spanierin Ivana Andres einen Freistoß der Brasilianerin Beatriz aus 40 Metern ins eigene Tor köpfte.

Dank einer starken spanischen Torfrau gelang den in der Schlussphase anrennenden Südamerikanerinnen jedoch kein weiteres Tor mehr, während die Iberer als einzige europäische Mannschaft in die Runde der besten vier Teams einziehen und bis zum Schluss des Turniers dabei sein werden. Neben Nord- und Südkorea, sowie den Spanierinnen komplettiert schließlich Japan das Halbfinale der U17-Weltmeisterschaft.

Damit konnte sich einzig im letzten Viertelfinalspiel eine bereits im Vorfeld deutlich favorisierte Mannschaft durchsetzen. Die Japanerinnen schlugen in einer aber bis zum Schluss spannenden Partie Vize-Europameister Irland mit 2-1. Die Irinnen waren forsch und druckvoll in das Spiel gestartet. Mit zunehmender Spieldauer befreiten sich aber die Japanerinnen vom irischen Pressing und beherrschten weitestgehend das Spiel.

Begünstigt wurden die Asiatinnen dann vor allem aber durch eine krasse Fehlentscheidung, die Japan in der ersten Halbzeit die Führung per Elfmeter ermöglichte. Megan Campbell hatte im Strafraum den Ball zur Ecke gegrätscht, dabei jedoch auch die Japanerin Kumi Yokoyama zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwandelte Hikaru Naomoto zur 1-0 Pausenführung.

In zweiten Durchgang waren die Irinnen das aktivere Team, und kamen zunächst schließlich zum nicht unverdienten Ausgleich. Dieser allerdings war wiederum begünstigt durch einen Patzer in der japanischen Hintermannschaft. Nach einem Pass in die Spitze prallte die japanische Torhüterin mit einer Teamkollegin zusammen. Nutznießerin war die irische Spielerin Denise O'Sullivan, die den Ball aufnahm und ins leere Tor beförderte.

Anschließend erhöhten jedoch auch die Japanerinnen wieder den Druck. Knapp eine Viertelstunde nach dem Ausgleich setzte sich Yokoyama nach einem langen Abschlag der japanischen Torfrau vor der Strafraumgrenze gegen die irische Abwehrspielerin Ciara O'Brien durch und beförderte den Ball mit einem sehenswerten Distanzschuss in den linken, oberen Winkel. Die knappe Führung brachte Japan schließlich über die Zeit, weil die in der Schlussphase noch einmal alles noch vorn werfenden Irinnen noch zwei große Chancen liegen gelassen hatten.

Damit stehen drei asiatische Vertreter im Halbfinale dieser Weltmeisterschaft. Ein regelrechter Exot unter den verbliebenen vier Mannschaften ist Europameister Spanien. Das Halbfinale findet nächste Woche Dienstag um 16 und 19 Uhr Ortszeit statt. Zunächst trifft Südkorea auf Spanien, anschließend Nordkorea auf Japan. Das Viertelfinale in der Übersicht:

 Nigeria - Südkorea         
 5:6 n.V. (4:4, 3:2)   
 
 Deutschland - Nordkorea         
 0:1 (0:1) 
 Spanien - Brasilien 2:1 (1:0) 
 Irland - Japan 1:2 (0:1) 
 

Halbfinale:

 Südkorea - Spanien                   
 (-:-)     
 Nordkorea - Japan (-:-)

 

 

 

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