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Woche des Grundeinkommens PDF Drucken E-Mail
Montag, den 20. September 2010 um 20:22 Uhr

In dieser Woche findet vom heutigen Montag bis kommenden Sonntag die diesjährige "Woche des Grundeinkommens" statt. Bereits zum dritten Mal wurde diese Aktionswoche für das Bedingungslose Grundeinkommen ausgerufen. Unter dem Motto "Teilhabe für alle!" soll die Idee des BGE in ganz Deutschland, Österreich und weiteren Ländern in die breite Öffentlichkeit getragen werden. In dieser Woche werden verstärkt Aktionen stattfinden und Initiativen auftreten, um das Grundeinkommen in der Gesellschaft bekannt zu machen und dabei über Missverständnisse und (oft gezielte) Falschdarstellungen aufzuklären oder sich mit strittigen Aspekten und Unklarheiten der Grundeinkommensidee zu beschäftigen.

Das Grundeinkommen ist kein sozialstaatliches, sondern rechtsstaatliches Konzept, mit dem das konventionelle Leistungsdogma der Kopplung von Erwerbsbeschäftigung und Einkommensversorgung der Menschen ebenso aufgehoben werden soll, wie das der sozialstaatlichen Alimentierung insbesondere Erwerbsarbeitsloser. An deren Stelle rückt ein gesellschaftliches "Grundeinkommen", das allen Menschen unabhängig von sozialem Status und Tätigkeit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, sowie eine stabile und nachhaltige Kaufkraft innerhalb der Gesellschaft und damit auch ein nachhaltigeres, Initiative und konstruktiven Wettbewerb förderndes und am gesellschaftlichen Bedarf orientiertes Wirtschaften ermöglichen soll.

Mit der Aktionswoche für das Grundeinkommen wird auch auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht nur in Deutschland, sondern weltweit viele Menschen weder ihre existenziellen Grundbedürfnisse noch darüber hinaus gehende Teilhabe an der Gesellschaft wahrnehmen können. Oftmals wird sie ihnen sogar im Rahmen einer repressiven, rassistischen Moraldoktrin und daraus abgeleiteten Sozialgesetzgebung systematisch und absichtsvoll verwehrt.

Ein Extrembeispiel dafür ist die Bundesrepublik Deutschland, die sich inmitten einer Überflussökonomie die Hartz IV-Gesetzgebung leistet, die Sozialleistungen an kriminell entwürdigende und verarmende bis hin zu Existenzvernichtenden Repressalien geknüpft hat. Davon ausgehend wurde eine faktische Zwangsarbeits- und Niedriglohnökonomie etabliert, in der weniger Sozialleistungsempfänger, sondern primär vielmehr eine marode Beschäftigungsökonomie staatlich alimentiert wird.

Diese schafft und erhält vor allem sinnlose Arbeit zu schlechtesten Bedingungen allein um ihrer selbst willen, anstatt für eine ausreichende Versorgung der gesamten Gesellschaft durch Waren und Dienstleistungen zu sorgen. Hierbei nimmt das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens eine zentrale Bedeutung ein. Es stellt die finanzielle Grundlage für eine wirtschaftlich abgesicherte Existenz des einzelnen Menschen und dessen darüber hinaus gehende Möglichkeiten zu politischer, ökonomischer und kultureller Teilhabe dar.

Es macht unmissverständlich deutlich, dass Armut und Arbeitslosigkeit kein alternativloses, unausweichliches Schicksal sind, das in einem ewig währenden Kreuzzug unter der Führung sozialstaatlicher Moralisten bekämpft werden muss, sondern jederzeit ganz grundsätzlich überwunden werden kann. Mit einem Grundeinkommen nimmt die Gesellschaft ihre eigene Ökonomie, und damit auch ihr von dieser bislang aufgezwungenes Schicksal in die eigene Hand. Die Selbstermächtigung und Selbstversorgung einer Gesellschaft machen Arbeitskult und Wachstumszwang obsolet und Fortschritt zur Chance und Notwendigkeit.

Das Grundeinkommen befreit Mensch und Ökonomie gleichermaßen. In einer Grundeinkommensgesellschaft gehen Freiheit und Fortschritt ebenso Hand in Hand, wie Mensch und Kollektiv. Der Mensch aber, der im Kollektiv aufgeht, einer Zwangsgemeinschaft angepasst und unterworfen, ist von Schuld und Missgunst, von zwanghaftem Geben und Nehmen geprägt. Dort wird Freiheit zu Willkür und Fortschritt zur Fessel, die Menschen spaltet und ihrer Perspektiven beraubt. Gemeinschaft entsteht dagegen erst durch Vernunft und Vertrauen, im zwanglosen Geben oder Nehmen. Erst als Gemeinschaft kann sich der Mensch in Gleichwertigkeit und bedingungsloser Teilhabe, und deren Rechtsanspruch als Freiheit repräsentieren.

Dann wird Freiheit zu Souveränität und zur Triebfeder des Fortschritts, der Menschen emanzipiert und neue Perspektiven des Denkens und Handelns, der Erfahrung und Verwirklichlichung ihrer Bedürfnisse und Potenziale vermittelt. In einem zwanglosen Miteinander, verbunden durch die Bedingungslosigkeit der Teilhabe aller Menschen an ihrer Gemeinschaft, erwächst eine über jede moralistische Willkür hinaus gehende Freiheit. Die Selbstermächtigung und Selbstversorgung der Gesellschaft durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen ersetzen die konventionelle Moraldoktrin von Schuld, Ausgleich und Anpassung und die Perspektivlosigkeit ökonomischer Lohnabhängigkeit und sozialstaatlicher Alimentierung.

An die Stelle einer feudalistischen Fremdversorgungsökonomie rückt eine emanzipierte Teilhabegesellschaft. An die Stelle des Menschen als Funktionseinheit und seiner ökonomischen Nützlichkeit rückt der Mensch als soziales Wesen mit Vernunft, Würde und Gewissen. An die Stelle eines ökonomisierten Zwangskollektivs rückt der Mensch als souveräner Teilnehmer und Gestalter seiner Gesellschaft. An die Stelle einer autoritären, bevormundenden Moraldoktrin und deren zwangskollektivistischen Willkür rückt die rechtliche Verwirklichung und moralische Repräsentation der Teilhabe- und Gestaltungskraft des Menschen als Freiheit. 

Der Mensch, der nicht länger einem Zwangskollektiv unterworfen, sondern Mittelpunkt und Maßstab der Gemeinschaft ist, trägt das Grundeinkommen, für sich selbst und die Gesellschaft. Bedingungslos, weil er ein Mensch ist, und als Mensch das Recht zu leben hat, und als soziales Wesen das Recht zur Teilhabe. Der Mensch, der nicht länger Untertan ist, und eine Gesellschaft, die nicht länger moralistisches Zwangskollektiv ist, stehen in keinem Schuldverhältnis mehr zueinander, sondern in einem gegenseitigen Vertrauensverhältnis.

Anlässlich des diesjährigen Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung erinnert das Grundeinkommen selbst, wie die Aktionswoche zur Verbreitung der Idee und ihrer politischen Umsetzung daran, dass es längst eine sich von sämtlichen Symptombekämpfungsmaßnahmen und Status Quo-Leichenschändereien diametral unterscheidende Alternative gibt. Anstelle einer besinnungslosen Wachstums- und Beschäftigungsökonomie ist ebenso eine Grundeinkommensgesellschaft denkbar, in der die Ökonomie dem Menschen dienstbar ist, und nicht länger umgekehrt.

Eine Ökonomie, die Teil der Gesellschaft, und nicht deren übergeordnete Machtinstanz verkörpert. Deren Produktionsstrukturen den Menschen mit Waren und Dienstleistungen versorgen sollen, und nicht mir Arbeit und Einkommen. Die technologischen Fortschritt fördert und auf eine gesamtgesellschaftlich tragfähige Basis stellt, von der alle Menschen profitieren, anstatt diesen, politisch gefördert und forciert, in flächendeckende Armut und Entrechtung münden zu lassen. 

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist die notwendige Antwort auf die gegenwärtige ruinöse und elitäre zinskapitalistische Ökonomie und deren handlangerischen Politik und Propaganda. Es wird der ökonomischen Tatsachenrealität der Fremdversorgung ebenso gerecht wie den moralischen Maßstäben einer aufgeklärten Vernunft. Mit einem Grundeinkommen wird die Gesellschaft anstelle ihrer Ökonomie prinzipiell zur rechtlichen Eigentümerin und Verteilerin ihres eigenen Wohlstands.

Ein Grundeinkommen verwirklicht Teilhabe für alle als ein Grundrecht. Der einzelne Mensch wird zum Mittelpunkt und Maßstab für Gemeinschaft. Damit ersetzt es die herrschaftlichen Strukturen der moralistischen Gleichschaltung und ökonomistischen Funktionalisierung durch freiheitliche Strukturen der Gleichwertigkeit und ökonomischen Selbstbestimmung des Menschen.

Das Bedingungslose Grundeinkommen bekämpft Armut und Arbeitslosigkeit nicht, sondern entlarvt sie als selbstverschuldete Folgen der gesellschaftlichen Selbstentmündigung durch Unterwerfung unter die kollektivistische Doktrin der ökonomischen Zwangsverwertung des Menschen. Das Grundeinkommen bekämpft Armut und Arbeitslosigkeit nicht, sondern hebt sie auf, weil sie als reine Herrschaftsinstrumente in einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung überflüssig und irrelevant sind. 

 

 

 

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Das Ende der Arbeit

{jcomments on}Der US-Professor Jeremy Rifkin befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Problem der Arbeitslosigkeit und in diesem Zusammenhang besonders mit der Frage nach der Zukunft der Erwerbsarbeit. Rifkin ist Soziologe, Ökonom und Publizist, unterrichtet unter anderem an der Universität von Pennsylvania und berät zahlreiche Regierungen, wie auch die EU-Kommision. Bereits im Jahre 1995 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft“. Im Jahre 2005 erschien zu dieser Thematik ein Interview mit Rifkin in der Stuttgarter Zeitung.

"Die 356 reichsten Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit. Diese Entwicklung führt uns in den Abgrund. Wenn die Unternehmen die Löhne immer weiter drücken, wird irgendwann niemand mehr ihre Produkte kaufen. Das ist so logisch, dass es eigentlich jeder verstehen müsste. Was wir brauchen, ist eine Reglobalisierung, bei der die Bedürfnisse der Mehrheit im Vordergrund stehen, nicht die Gewinnspannen einer kleinen Minderheit. Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Ich sehe zwei Alternativen für unsere Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können", so Jeremy Rifkin in dem Interview. "Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen."

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