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Glückliche Löwinnen zum Rückrunden-Auftakt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Sonntag, den 07. November 2010 um 00:07 Uhr
 
Am Samstag startete die Frauen-Bundesliga in die Rückrunde der laufenden Saison. In dem Spiel des FCR Duisburg bei Bayer 04 Leverkusen hatten die Gäste schließlich das glücklichere Ende. Insbesondere eine treffsichere Inka Grings und eine ihnen in entscheidenden Spielsituationen gewogene Schiedsrichterin sorgten für einen knappen und für den favorisierten Tabellendritten aus Duisburg mühsamen 3-2 Erfolg.

Alle drei Duisburger Treffer erzielte Inka Grings, die damit die Drei-Punkte-Garantie ihres Teams in dieser Partie war. Den Leverkusenerinnen fehlte letztlich etwas Glück im Abschluss, und eine Portion Cleverness, sowohl im Abwehrverhalten als auch im Spiel nach vorne. Zudem musste die Werkself einmal mehr mit einigen fragwürdigen Entscheidungen der Unparteiischen hadern.

Beide Mannschaften gingen wie bereits seit Wochen angeschlagen und ohne zahlreiche etatmäßige Stammkräfte ins Spiel. Leverkusen wartet noch auf die Einsatzfähigkeit von Flügelflitzerin Isabelle Linden, Mittelfeldstrategin Francesca Weber, den Innenverteidigerinnen Marith Prießen und Teresa Tüllmann, sowie der Top-Torjägerin der letzten Saison Lynn Mester. Kurzfristig fiel auch Lena Steinbach aus. Für sie rückte Johanna Elsig nach ihrer Gelbsperre im letzten Spiel zurück in die Leverkusener Startelf.

Den Duisburgerinnen fehlen gleich beide etatmäßige Innenverteidigerinnen, Annike Krahn und Mirte Roelvink, mit einem Kreuzbandriss. Eine Rückkehr noch in dieser Saison, besonders für den dänischen Neuzugang des FCR, ist fraglich, da der DFB der Liga ein verfrühtes Saisonende bereits im März aufoktroyiert hat, um der Nationalmannschaft drei Monate Vorbereitungszeit(sic!) auf die kommende Weltmeisterschaft im eigenen Land zu ermöglichen.

Zudem fallen bei den Duisburgerinnen auch weiterhin Nationalspielerin Linda Bresonik, U20-Weltmeisterin Marina Hegering oder die talentierte Hasret Kayikci aus. Unter der Woche musste das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg noch im heimischen PCC-Stadion in der Champions League gegen den dänischen Meister Fortuna Hjørring ran. Mit einem ebenfalls bereits hart erkämpften 4-2 Erfolg im Rücken mussten die Duisburger Löwinnen danach am Samstag nach Leverkusen reisen.

Grund für das vorverlegte Eröffnungsspiel der Rückrunde war die Absicht des WDR, in seiner Sportsendung am frühen Samstag-Abend eine Kurzzusammenfassung des Spieles zu senden. Auch DFB-TV war vor Ort und übertrug die Partie via Livestream im Internet. Die Zuschauer im Netz wie auch die offiziell 470 auf der Leverkusener Kurt Rieß-Anlage anwesenden Zuschauer bekamen eine bis zum Schluss spannende Partie zu sehen.

Der Favorit aus Duisburg, der die Werkself zum Saisonauftakt noch mit 9-0 auseinander genommen hatte, traf dabei auf eine inzwischen gefestigte Mannschaft. Die Leverkusenerinnen standen zu Beginn tief und gerieten schnell in Bedrängnis gegen druckvoll aufspielende Duisburgerinnen. Zwingende Tormöglichkeiten ergaben sich zunächst aber nicht, während es Leverkusen zunehmend gelang, die vorgenommenen Nadelstiche zu setzen. Nach einer Viertelstunde vergab Shelley Thompson aus halbrechter Position die erste klare Torgelegenheit auf Seiten der Werkself.

Vier Minuten später fiel dann aber die Führung für Duisburg, womit Leverkusen erneut einen relativ frühen Rückstand hinnehmen musste. Jennifer Oster setzte sich über den rechten Flügel durch und passte in den Strafraum, in dem Inka Grings völlig frei stehend keine große Mühe hatte, Lisa Schmitz im Kasten der Werkself erstmals zu überwinden. Es sollte einer der wenigen Aussetzer in der inzwischen stabilisierten Leverkusener Hintermannschaft bleiben.

Duisburg blieb die spielbestimmende Mannschaft, aber Leverkusen wehrte sich verbissen und belohnte sich zehn Minuten nach dem Rückstand. Elsig erkämpfte sich an der Grundlinie in der Duisburger Hälfte den Ball und flankte in den Strafraum, in den Mitspielerin Susanne Kasperczyk, verfolgt von FCR-Verteidigerin Marina Himmighofen stürmten, und den Ball ins Duisburger Tor beförderten. Offiziell wird das Tor als Eigentor von Himmighofen gewertet, der Leverkusener Stadionsprecher überreichte Kasperczyk den Treffer.

Die Freude der Werkself währte jedoch nur eine gute Minute lang. Dann schlug die Stunde der Duisburger Kapitänin Grings, und der dem FCR milde gestimmten Schiedsrichterin Katrin Rafalski. Zunächst wurde der Führungstreffer für Bayer durch Shelley Thompson abgepfiffen, die sich gegen eine Spielerin durchgesetzt hatte, die dabei zu Fall kam. Nur eine weitere Minute später ging Grings im Strafraum, bedrängt von drei Leverkusener Abwehrspielerinnen, zu Boden.

Die Unparteiische entschied sich für einen Strafstoß, den die Gefoulte auch selbst trat und sicher verwandelte. Mit der erneuten, vom Spielverlauf nicht gänzlich unverdienten, aber dennoch schmeichelhaften Führung ging es in die Kabine. Auch in der zweiten Halbzeit versuchte der FCR das Kommando zu übernehmen. Bayer-Torfrau Schmitz konnte einmal mehr ihre Klasse unter Beweis stellen und glänzend gegen Simone Laudehr aus kurzer Distanz parieren.

Sie blieb die gesamte Partie über ein sicherer Rückhalt der Werkself, während ihr Pendant im Duisburger Tor, Ursula Holl, nicht ganz so viel zu tun bekam, jedoch erneut den Ausgleich hinnehmen musste. Eine vorweihnachtliche Zeit der Geschenke war angebrochen: Zunächst spielte Alexandra Popp einen als Rückpass gedachten Ball der aufmerksamen Werkself-Stürmerin Lisa Schwab in die Füße, die daraufhin mit einem sehenswerten Solo zunächst Duisburgs Schlussfrau umkurvte, und anschließend überlegt an zwei weiteren Abwehrspielerinnen vorbei ins leere Tor einschob.

Dem FCR glitt nun das Spiel zunehmend aus den Händen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch beider Teams. Die Leverkusenerinnen spürten, dass an diesem Tag mehr drin war, brachten dann jedoch mit einem Geschenk ihrerseits die Duisburger Löwinnen auf die Siegerstraße. Innenverteidigern Stephanie Mpalaskas vertändelte an der eigenen Strafraumgrenze den Ball. Erneut war Grings zur Stelle, die sich das Leder schnappte und aus kurzer Distanz Schmitz keine Chance ließ.

Leverkusen warf nun alles nach vorne, brachte mit Carolin Dej, Eunice Beckmann und Merle Barth frische Kräfte aufs Feld und stellte knapp zehn Minuten vor Schluss auf eine Dreierkette um. Für die etatmäßige U17-Spielerin Barth war es der erste Bundesliga-Einsatz überhaupt. Sie durfte für die letzten rund fünf Minuten Erstliga-Luft schnuppern und fügte sich auch nahtlos ins engagierte Leverkusener Spiel ein. Mit ihrer ersten sehenswerten Aktion luchste sie Matchwinnerin Grings im Mittelfeld den Ball ab.

Auch die Duisburgerinnen wechselten und brachten Kozue Ando, Stefanie Weichelt und Barbara Müller in die Partie. Dem Tabellendritten und amtierenden DFB-Pokalsieger gelang es, die drei Punkte gegen die bis zuletzt alles versuchende, aber in ihren Offensivbemühungen letztlich zu unkonzentrierte und harmlose Werkself festzuhalten.

Mit 3-2 für den FCR endet das Spiel damit in einer für Leverkusen unglücklichen Niederlage, aber der Gewissheit, selbst gegen die, wenn auch angeschlagenen Top-Mannschaften der Liga inzwischen mithalten zu können. Die beiden kommenden Wochen werden für den Aufsteiger richtungsweisend sein. Zunächst trifft man in Jena, anschließend wieder zuhause auf der Kurt Rieß-Anlage mit Saarbrücken auf direkte Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib.

Die Duisburgerinnen können mit dem Sieg weiterhin Anschluss an das momentane Spitzenduo der Liga halten. Das Team rangiert in der Tabelle vorübergehend einen Punkt hinter dem FFC Frankfurt und zwei Zähler hinter Turbine Potsdam. Beide Clubs spielen aber am heutigen Sonntag und können mit Siegen ihrerseits den alten Abstand wieder herstellen.

Alle weiteren Bundesliga-Partien des zwölften Spieltages finden heute statt. Potsdam trifft dabei auf den Hamburger SV, die Frankfurterinnen sinnen auf Wiedergutmachung beim VfL Wolfsburg, bei dem sie zum Saisonauftakt eine Niederlage kassiert hatten. Die beiden zukünftigen Leverkusen-Gegner Jena und Saarbrücken treffen im direkten Duell aufeinander. Die Überraschungsmannschaft aus Bad Neuenahr spielt bei der SG Essen-Schönebeck, sowie Bayern München beim derzeit abgeschlagenen Tabellenletzten, dem neben der Werkself zweiten Bundesliga-Neuling Herforder SV.

Das gestrige Aufeinandertreffen der Leverkusenerinnen und des FCR Duisburg gibt es bei DFB-TV sowohl in voller Länge, sowie in einer kurzen Zusammenfassung zu sehen. Hier gibt es eine Übersicht über die Partien und die Tabelle während des zwölften Spieltages.
 
 
 
 
 
 

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