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Ein-Euro-Jobs: Sklavenmoral als politische Waffe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Dienstag, den 14. Dezember 2010 um 16:59 Uhr

Die formal-rechtliche Suggestion der Hartz IV-Gesetzgebung, und der darauf basierende Irrtum, ist die Vorstellung, dass diese sich ausschließlich  gegen Erwerbsarbeitslose richte. Bei genauerer Betrachtung der Auswirkungen dieser Gesetzgebung wird allerdings klar, dass es sich vielmehr um einen machtpolitischen Anschlag auf eine Wettbewerbs- und Wertschöpfungsorientierte Ökonomie handelt. Im Besonderen und Speziellen auf den Mittelstand, zugunsten einer zunehmend monopolistischen Wirtschaftsordnung.

Dieser regelrechte Krieg, den gewisse elitäre Kreise aus den Reihen des Großkapitals und der Finanzaristokratie, willfährig oder unzurechnungsfähig vom Parteienstaat unterstützt, gegen die Wirtschaft führen, findet seinen Ausdruck in der schleichenden Verarmung der Gesellschaft. Diese wird maßgeblich durch absichtsvoll niedrige Sozialleistungen und sich diesen anschließend zwangsläufig anpassende Niedriglöhne verursacht. Auf diese Weise wird verschleiert, dass der eigentliche Angriff Mittelstand und Mittelschicht gilt.

Eine der politischen Waffen in diesem Krieg gegen die Ökonomie sind die sogenannten "Ein-Euro-Jobs". Diese stellen ein Instrument dar, mit dem der Staat einer ohnehin  bereits maroden, schleichend kollabierenden Marktwirtschaft billige Arbeitskräfte zuführen, und auf diese Weise Lohnkosten senken kann. Damit soll der endgültige Kollaps des gegenwärtigen parasitären Zinskapitalismus verzögert werden. Das Zinssystem ist die monetäre Hauptwaffe, mit der die Wirtschaft systematisch pervertiert und ruiniert wird.

Der Zinskapitalismus ist die ruinöse und pervertierte Form einer Ökonomie, der durch das Zinssystem unentwegt liquides Kapital, und somit auch Kaufkraft entzogen wird, wobei zugleich neues Realkapital ausschließlich in Form von sich vermehrenden Schulden erschaffen wird, die den Prozess der realwirtschaftlichen Kapitalverknappung, und damit auch den schleichenden Kollaps der Ökonomie, weiter beschleunigen. Der Zinsmechanismus ist in diesem Sinne die monetäre Hauptwaffe bei der Zerstörung insbesondere des Mittelstandes.

Die politische Hauptwaffe sind gegenwärtig jene "Ein-Euro-Jobs", die im Zuge der Hartz IV-Gesetzgebung etabliert wurden. Die Ein-Euro-Job-Praxis ist eine der perfiden obrigkeitsstaatlichen Methoden, die den ökonomischen Kollaps forcieren, sowie zugleich die sichtbaren Folgen dieser Entwicklung aber verlangsamen und vor der Öffentlichkeit verschleiern sollen. Unter der moralistischen Fassade der Aktivierung und Hilfestellung bei der Eingliederung Erwerbsarbeitsloser in den Arbeitsmarkt werden dabei tatsächlich vielmehr Menschen letztlich aus rein ideologischer, erwerbsarbeitsfetischistischer Willkür in prekäre Beschäftigungsverhältnisse getrieben.

Begleitet wird diese Praxis von ihrer noch perfideren moralistischen Legitimation und Aufoktroyierung als eine Arbeit, die im "öffentlichen Interesse" bzw. "Interesse der Allgemeinheit" stehe. Tatsächlich aber geschieht all dies insbesondere deswegen, um auf diese Weise die Arbeitslosenstatistik bereinigen zu können und Menschen davon abzuhalten, außerhalb einer maroden Ökonomie und dieses sich zunehmend überlebt habenden Lohnarbeitskultes alternative Perspektiven, Lebensentwürfe und insbesondere gesellschaftliche und politische Teilhabe-Ambitionen zu entwickeln.  

Stattdessen wird weiterhin der Kult der Erwerbsarbeit, also die Ausübung ökonomistischer Tätigkeitsstrukturen um ihrer selbst willen, anstatt aufgrund tatsächlicher gesellschaftlicher Relevanz, und vor allem individueller Sinngebung, als allein selig machende Heilslehre propagiert, die keine Götter neben sich duldet. Keine Perspektiven individueller Lebensgestaltung und damit auch gesellschaftlicher Emanzipation. Jene nötigende, machtpolitische Willkür hinter der Ein-Euro-Job-Praxis ist primär ein autoritäres bis zumindest in Ansätzen bereits totalitäres Herrschaftsinstrument.

Darüber hinaus liegt der dieses begleitenden und legitimierenden ideologischen Willkür eine eindeutig faschistische Geisteshaltung zugrunde. Denn diese Willkür ist Ausdruck jener manipulativen Moraldoktrin, die Menschen unter dem Deckmantel der Interessen der Allgemeinheit den ökonomischen Nützlichkeitskriterien eines politisch geformten Gesellschaftskollektivs unterwerfen will.

Der faschistische Charakter dieser moralistischen Willkür zeigt sich unmittelbar in der ideologischen Dialektik, mit der diese moderne, sozialstaatliche Form der Zwangsarbeit legitimiert wird. Nämlich dass Menschen ohne Erwerbsarbeit (wieder) an regelmäßige Arbeit gewöhnt und an den Arbeitsmarkt herangeführt werden sollen und müssten - letztlich also von Natur aus primär ökonomisches Nutzvieh sind.

Hinter dieser repressiven, eindimensional verkürzten, eben Erwerbsarbeits-fetischistischen Sichtweise kommt angesichts dieser manipulativen moralistischen Dialektik aber insbesondere auch der abgrundtiefe Menschenhass und die Sklavenmoral calvinistischer Geisteshaltung zum Ausdruck. Der Calvinismus wiederum bildet neben (neo-)gnostischen Weltanschauungen die geistige Ursubstanz der sich später ausprägenden rassistischen und (sozial-)darwinistischen Konzeptionen und Ideologien.

Denn die Doktrin der Gewöhnung des Menschen an regelmäßige Arbeit und ihre praktische Verwirklichung durch die Ein-Euro-Jobs suggeriert, dass Menschen ausschließlich dann eine Daseinsberechtigung zusteht, wenn sie sich vorgegebenen Tätigkeitsstrukturen und Arbeitsrythmen vollständig unterwerfen. Dass Menschen letztlich überhaupt nur einen ökonomischen Nutzen haben und sich ihre Werthaftigkeit dementsprechend auf ökonomisch definierte Nützlichkeitsattribute reduziert.

Diese Ideologie und ihre Praxis entspricht im Wesentlichen exakt dem System, mit dem seit knapp fünfhundert Jahren herrschende Obrigkeiten Menschen für ihre Bedürfnisse abrichten und sich mittels des zentralen Herrschaftsinstruments der Lohnarbeit unterwerfen. Durchschaut man die manipulativen, dialektischen Muster der dabei angewandten calvinistisch-rassistischen Ideologie, erkennt man die faschistische Natur der darauf gründenden gesellschaftlichen Ordnung, machtpolitischen Agenda und deren konkreten obrigkeits- bzw. sozialstaatlichen Herrschaftsinstrumente.

Sowohl das faschistische, wie auch autoritäre bis totalitäre Charakteristikum gegenwärtiger Machtausübung kommt im System des Ein-Euro-Jobs unmittelbar und in aller Deutlichkeit zum Ausdruck. Erwerbsarbeit wird Menschen willkürlich und nötigend um der Erwerbsarbeit selbst willen aufgezwungen, und nicht um der Menschen willen. Sie wird propagiert unter dem Mantel einer zwangskollektivistischen Moraldoktrin, die ein anonymes, ideologisch konstruiertes (Zwangs-)Kollektiv über den einzelnen Menschen erhebt und diesen damit subtil zur Unterwerfung zwingt.

Als das Gegenteil von Freiheit hat bereits die Aufklärung sehr eindeutig jede Form von nötigender Willkür von außerhalb, erst recht von oberhalb eines Menschen verstanden und entsprechend definiert. Das manipulative moralistische Element, auf Basis rassistischer Geisteshaltungen, kann ergänzend dazu als faschistisch und ebenso diametraler Gegensatz zur Freiheit des Menschen bzw. zu einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung definiert werden.

Dabei wird letztlich deutlich, welche gegenwärtig vorherrschenden, die Gesellschaft geistig zerrüttenden und unterwerfenden Dogmen und Heilslehren zuerst und mit absoluter Priorität bloßgestellt und langsam erodiert werden müssen: Es ist vor allem jener autistisch-selbstbezügliche Arbeits- und Leistungskult, der Menschen abrichtet und zerrüttet, von sich selbst entfremdet und sie unterwirft, anstatt zu fördern und weiter zu entwickeln. Anstatt ihre wahre Natur, ihre Vernunft und Gewissensbegabung, ihre wahren Absichten, Ziele  und Bedürfnisse zu verwirklichen und sie damit und in diesem Sinne erst wirklich zu befreien.

Es ist letztlich eine von Welt-, Lebens- und Menschenhass zerfressende Geisteshaltung, die auf calvinistischen und rassistischen Weltanschauungskonzeptionen beruht, und jenen Arbeitskult ebenso legitimiert und etabliert, wie repressive und autoritäre Herrschaftsstrukturen, mit dem regelmäßigen und permanenten Drang, in totalitäre, despotische Machtordnungen auszuarten.

Sie stehen einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung diametral entgegen. Einer Gesellschaft, in welcher der einzelne Mensch Mittelpunkt und Ausgangspunkt von sozialer, ökonomischer und politischer Teilhabe, Mitbestimmung und Gestaltung ist. Weit entfernt von rassistischen und misanthropen Moralismen und deren säkularisierten, ökonomistischen Varianten in Gestalt des (Neo-)Liberalismus und der mit diesen verwandten oder von diesen unterwanderten und pervertierten Geisteshaltungen.

Sämtliche Weltanschauungen, vom Sozialismus, über den Nationalsozialismus bis hin zur Sozialdemokratie haben ihre Daseinsberechtigung verloren, bzw. überhaupt nie eine gehabt. Insbesondere letztere hat, als Hauptverantwortliche für die Hartz IV-Gesetzgebung, eines der größten Verbrechen in der deutschen Geschichte begangen. Die modernisierte, sublimierte Form von Rassen- bzw. Sozialhygiene, die mittels dieser neoliberalen, und damit letztlich rassistisch-sozialdarwinistischen Sozialgesetzgebung betrieben wird, ändert daran nichts. Ganz im Gegenteil.

Die Sozialdemokratie bildet die geistige und propagandistische Vorhut in Form eines  politischen trojanischen Pferdes, um rassistische Geisteshaltungen in linksliberalen, d.h. sozialistisch geprägten Variationen und Modifikationen in der Mitte der Gesellschaft zu etablieren und aufrecht zu erhalten. Die Sozialdemokratie zu vernichten wird ein Meilenstein sein auf dem Weg in eine freiheitlichere, demokratischere und humanere Zukunft. Der Weg dahin heißt "Bedingungsloses Grundeinkommen". Es wird die gegenwärtigen Sklaven und ihre Halter, mitsamt ihrer Verschwörungstheorien und Misanthropie zurücklassen. Dort wo sie herkamen und hingehören: Im Orkus der Geschichte.



 

 

 

 

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