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Nützliche Idioten: Die SPD, der Sarrazin und seine Fans PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Freitag, den 22. April 2011 um 18:32 Uhr

Auch im zweiten Anlauf wurde Thilo Sarrazin am Donnerstag nicht aus der SPD ausgeschlossen. Nach fünfstündiger Beratung der Schiedskommission des Berliner Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf hatten alle vier Antragsteller ihre Ausschlussanträge gegen Sarrazin zurück gezogen. Die Vorsitzende des Kreisverbandes hatte sich anschließend mit der explizit auf die SPD bezogenen Merkelschen Sprechblase, man wolle sich nicht auseinander dividieren lassen, dementsprechend im Namen dieser Partei zu Sarrazin und seiner Geisteshaltung bekannt.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich sowohl die Schiedskommission des Kreisverbandes als auch die Landesschiedskommission gegen einen Rauswurf Sarrazins aus der Hartz IV-Partei entschieden. Als Grund für die Beendigung des neuerlichen Parteiausschlussverfahrens, an dem auch der Parteivorstand mitwirklte, gilt vornehmlich eine Erklärung des Demagogen, derzufolge er keine sozialdemokratischen Grundsätze habe verletzen wollen.

 
Ebenso habe er natürlich auch ganz bestimmte Bevölkerungsteile nicht diskrimieren wollen. Je nachdem, wie beschränkt Sarrazins Auffassungsgabe ist - und auf eine massive Einschränkung weist sein gesamtes Mitteilungsvermögen der vergangenen Jahre hin –, könnte dies durchaus ernst gemeint sein. Was dieser Deutschenfetischistische Apokalyptiker will oder nicht will, ist in gewisser Weise allerdings völlig unbedeutend.

Wichtiger ist der Umstand, dass Sarrazin am Ende auch nur eine Marionette ist. Ein nützlicher Idiot des Systems, wie der Großteil des deutschen Wohlstandsbürgertums, für das seine liberale, zeitgeistgemäße, aber immer noch politisch unkorrekte "Mein-Kampf"-Version geschrieben wurde. Amüsante Ironie dieser Geschichte ist damit auch die Tatsache, dass Sarrazin über denselben Terror der political correctness eben genau des totalitären Machtapparates stolpert, für dessen Aufrechterhaltung er und sein schwanzwedelndes Gefolge als nützliche Idioten fungieren.

Protegiert und legitimiert wird er auch weiterhin im Namen sozialdemokratischer Weltanschauung. Dass er weiterhin SPD-Mitglied sein wird, ist letztlich eine konsequente und folgerichtige Entscheidung. Die SPD und die sozialdemokratische Ideologie sind in ihren strukturellen Grundzügen elitärer, reaktionärer und rassistischer Natur, und in ihren machtpolitischen Bestrebungen letztlich auch faschistisch.

Einzig moralistische und vor allem wahlkampftaktische Erwägungen, die sich der gegenwärtigen linksliberalen Propagandakampagne, dem moralistischen Integrationskult beugen, hätten für einen Ausschluss Sarrazins aus dieser Partei gesprochen. Doch offenbar soll letztendlich doch lieber zusammen bleiben, was zusammen gehört. Nämlich Sozialdemokratie und ihr politisch unkorrekter Clown, die apokalyptische Bankeraufzucht, die paranoide Promenadenmischung aus postmodernem Führerlein und islamophobem Brülläffchen.

Dessen paranoides Propagandawerk, dieser "Mein Kampf light"-Verschnitt für die nützlichen Idioten der Gesellschaft, befriedigt die Angst- und Jammersucht derselben, und bedient damit wiederum auch deren Nützlichkeit und Funktionsfähigkeit für das gegenwärtige reaktionäre, rassistische Herrschaftsgefüge. Dessen politischer Auswuchs ist die liberale Parteienstaatsdiktatur im Rechtsstaatsgewand, die sich als Demokratie ausgibt.

Mit Leitbildern wie Sarrazin, Gabriel, Beck, Müntefering, Schröder oder Gauck fährt die SPD immer unverhüllter und unverhohlener in ihrem angestammten Fahrwasser einer weltanschaulichen und politischen Tradition herrschaftlicher, sozialrassistischer, ewig gestriger Demagogie. Schon historisch steht und stand die SPD nationalsozialistischer Weltanschauung in einem zentralen Element, nämlich dem des sozialdarwinistischen Arbeitsethos und Nützlichkeitsrassismus von allen Parteien immer am nächsten.

Darum war die SPD als Hauptkonkurrent um die gesellschaftliche und politische Vormachtstellung in Deutschland auch anfänglich, vor allem politisch, der Hauptgegner der NSDAP. Die darüber hinaus gehende weltanschauliche Dogmatik und politische Programmatik des Nationalsozialismus waren dem Erringen, Erhalten und Ausbau politischer und gesellschaftlicher Macht und deren Selbstlegitimation zuträgliche Ablenkungsmanöver, Angst- und Mobilisierungskampagnen durch Feindbilder und Schreckensszenarien.

Die damalige antijüdische Verschwörungstheorie ist heute durch eine antimuslimische ersetzt worden, sowie das Schreckgespenst des bolschewistischen (russisch-sozialdemokratischen!) Pseudo-Kommunismus durch das des islamistischen Terrorismus und Gottesstaates. Mehr noch als die damalige (allerdings ebenfalls noch immer lebendige) Kommunismus-Phobie ist die heute propagierte Bedrohung durch den Islam überwiegend ein reines Phantom, welches primär das etablierte antidemokratische Machtgefüge des liberalen Obrigkeitsstaates schützen und ausweiten soll.

Das Phantomhafte an der Islamophobie liegt allein darin, dass es etwa in Deutschland nicht die wahnhaft beschworenen Heerscharen von Muslimen gibt. Stattdessen gibt es aber viele Menschen, die sich entweder selbst so nennen und/oder aus Diffamierungszwecken oder aus Gründen moralistischer Selbstbefriedigung, nämlich im Rahmen der Integrations-Debatte, als Muslime bezeichnet werden. Dasselbe gilt übrigens auch für Christen. Auf zehntausend selbsternannte Namenschristen kommt vielleicht einer, der dieses Attribut wirklich verdient.

Auch das auf dieses Christentum-Phantom zurückgehende Propagandaprodukt der christlich-jüdischen "Leitkultur" - ein bereits im NS-Staat beliebter Begriff! -, ist dementsprechend ebenso ein Phantom - und historisch gesehen eine Lüge obendrein! Denn ohne den Islam würde es die europäische Kultur in ihrer heutigen Form überhaupt nicht geben. Vielmehr würden die Menschen in Europa, mal ganz plakativ formuliert, noch immer im Dreck leben und sich gegenseitig ihre Scheiße von den Ärschen ablecken.

Geistig allerdings verhalten sich viele Menschen tatsächlich auch heute immer noch so. Sarrazin und sein Verbalkot, der von eine Horde dümmlicher, verbitterter Leitkultur-Lemminge gefressen und für eine Delikatesse gehalten wird, ist dafür ein anschauliches Beispiel. Wer aber auch nur rudimentäres, echtes, nicht propagandistisch verzerrtes Wissen über den Islam besitzt, kann sich vor einer (in der Realität ohnehin nicht stattfindenden) Islamisierung Europas nur bedingt fürchten.

Es ist vielmehr ein hochinteressantes und faszinierendes Gedankenspiel: Wäre Deutschland ein islamischer Staat, wäre hierzulande weit mehr Toleranz und Gerechtigkeit vorzufinden, als im gegenwärtigen, tatsächlichen liberalen Verbrecherstaat. Allein die Vorstellung, dass wir, gemäß dem Recht der Scharia, dann in einem Land einhändiger Bänker, Manager, Investoren und Politiker lebten, ist äußerst verzückend.

Aber Leute, die das Maul groß aufreißen, um das kampagnenhafte Schreckgespenst "Islamisierung" heraus zu koten und damit das gesellschaftliche Klima zu verpesten, sind immer auch dieselben Leute, die an Toleranz und Gerechtigkeit jenseits moralistischer Eintönigkeit und Einfältigkeit überhaupt kein Interesse haben. Solche Leute streben stattdessen vielmehr das Paradies ihrer Väter, Großväter und Urgroßväter an, die zu Führers und Kaisers Zeiten stramm stehen mussten, und denen das gefiel.

Dieses Paradies ist eine Gesellschaft der Bücklinge und Ja-Sager, der völligen Unterwerfung unter elitäre, reaktionäre, rassistische Autorität und Obrigkeit, der sowohl geistigen wie auch kulturellen Eintönigkeit eines gleichgeschalteten, reinrassigen Gesellschaftskollektivs. Es ist die völlige Antithese zu einer humanistisch-aufklärerischen Gesellschaft. Es ist eine faschistische, und früher oder später auch totalitäre Gesellschaftsordnung.

Diese perverse, faschistische, und letztlich zutiefst liberale Heilserwartung ist das letzte Aufbäumen eines dressierten, abgerichteten, ewig gestrigen, letztlich klerikal und feudalistisch geprägten Menschentypus gegen eine Gesellschaft und Zeit, in der Untertänigkeit, Grenzen und Dogmen bedeutungslos werden können. In einer solchen Gesellschaft und Kultur sind nützliche Idioten vom Schlage eines Sarrazin und seines Gefolges überflüssig und nicht länger vorhanden. Allein das macht eine solche Gesellschaft über alle Maßen erstrebens- und lebenswert.

 

 

 

 

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