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Niedriglohnland Deutschland * Demos gegen Atomenergie * Polizeiarbeit PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 26. April 2011 um 19:11 Uhr
  •    Niedriglohnland Deutschland

[...] Viele Experten erwarten, dass die Arbeitslosigkeit unter die Marke von drei Millionen fällt. Doch ein genauerer Blick auf das deutsche Jobwunder sorgt für Ernüchterung. Denn laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ) arbeiten immer mehr Menschen in Deutschland als Minijobber. Diese Beschäftigten verdienen nicht mehr als 400 Euro im Monat und müssen keine Steuern und Sozialbeiträge zahlen. Ende September 2010 gab es mehr als 7,3 Millionen Menschen mit so einem geringfügig entlohnten Job, berichtete die Zeitung jetzt unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). [...]

Der ganze Artikel auf SpiegelOnline: Deutschland wird zur Minijobber-Republik

 

 

  •    Unbezahlte Arbeit – Wohlstand ohne Wachstum

Sie schafft riesigen Wohlstand, kommt aber in keinem Bruttoinlandsprodukt vor: die unbezahlte Arbeit. Viele Stunden verbringen Menschen jeden Tag mit Kochen, Spülen, Einkaufen, Ehrenämtern oder mit Kinderbetreuung. Und - wenig überraschend: "Unbezahlte Arbeit ist weiblich", so das Fazit einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD. [...]

Der ganze Artikel auf BerlinOnline: Unersetzlich, unbezahlt, weiblich



  •    Demonstrationen gegen Atomkraft

Rund 120.000 Menschen haben gestern in Deutschland erneut gegen die Atomenergie demonstriert. An zwölf Atomstandorten machten die Menschen anlässlich des morgigen 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl klar, dass sie die von AKWs ausgehende Gefahr nicht länger hinnehmen wollen und forderten: Alle AKWs abschalten! Zu den Demonstrationen hatte unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aufgerufen.

In ganz Deutschland hatten sich Menschen seit dem Vormittag versammelt und sich dann mit Bussen, Autos, Fahrrad-Konvois und Treckern zu den Atomstandorten auf den Weg gemacht. Die Innenstadt von Biblis musste wegen Überfüllung gesperrt und viele Demonstranten auf andere Flächen umgeleitet werden. Für viele Standorte waren dies die größten Demonstrationen seit Jahrzehnten.

Auch in Japan und Frankreich gab es Anti-AKW-Proteste. So beteiligten sich heute an der internationalen Brücken-Aktion gegen das französische AKW Fessenheim rund 20.000 Menschen. Bereits gestern hatten in Tokio und anderen japanischen Städten Tausende Menschen gegen Atomenergie demonstriert.

Für die nächsten Wochen sind weitere Proteste angekündigt. Am 28. Mai, bevor die Bundesregierung ihren Atom-Fahrplan beschließt, werden in 20 Städten Großdemonstrationen stattfinden und für das Ende des AKW-Moratoriums Mitte Juni planen unterschiedliche Gruppen und Organisationen Blockaden von Atomanlagen.



  •    Polizeigewerkschaft lehnt transparente Polizeiarbeit ab

Keinerlei Bereitschaft, sachliche Argumente für eine Verbesserung der Polizeiarbeit in Deutschland wahrzunehmen, zeigten am 14. April 2011 Vertreter von CDU und Gewerkschaft der Polizei (GdP) bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion in Fulda. "Diese pauschale Abwehrhaltung enttäuscht", so Andreas Schwantner von Amnesty International. [...] Andreas Schwantner von der Amnesty-Fachkommission Polizeirecherche bemerkt im Rückblick auf die Debatte:

Wir sind enttäuscht, dass die Gewerkschaft der Polizei und die CDU in Fulda offenkundig nicht willens sind, polizeiliches Verhalten kritisch zu beleuchten und unsere fundierten Argumente pauschal und unbegründet ablehnten.“ Dies sei umso bedauerlicher, da Amnesty aus vielen Dialogen und Debatten mit Vertretern von Politik und Polizei wisse, dass ein kontruktiver Dialog über eine transparentere Polizeiarbeit in Deutschland gelingen könne.

Der gesamte Bericht von „Mehr Verantwortung bei der Polizei“: CDU und GDP verweigern kategorisch sachliche Debatte über Verantwortung bei der Polizei





 

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Tag des Einkommens

{jcomments on}Am diesjährigen 1. Mai wird erstmals der Tag des Einkommens gefeiert. Gewürdigt wird damit die für die kapitalistische Marktwirtschaft wesentlich höhere Bedeutung des Einkommens gegenüber der Arbeit, die lediglich ein notwendiges Übel darstellt, dass im Zuge von technologischen und kulturellem Fortschritt in zunehmenden Maße wegrationalisiert oder auch in erträglichem und menschenwürdigerem Maße verteilt, wie auch entlohnt werden kann.

Darüber hinaus wird damit deutlich gemacht, dass im Rahmen kapitalistischer Gesellschaftsstrukturen, insbesondere wenn sie derart massiv, umfassend und totalitär bestimmend sind, wie gegenwärtig, Einkommen ein unveräußerliches Grundrecht darstellt, da es eine Notwendigkeit sowohl für das individuelle Überleben wie auch zur Entfaltung der Persönlichkeit darstellt. Zudem ist es auch Grundvoraussetzung für Tätigkeitsmuster jeder Art, sei sie also in Form von Erwerbsarbeit innerhalb kapitalistischer Produktionsstrukturen ausgeübt, oder als freie, selbstbestimmte Tätigkeitskonzeption außerhalb marktwirtschaftlicher Kapitalverwertung.

Einkommen steht in seiner Bedeutung also in ganz wesentlichen Aspekten vor der Arbeit in ihrem heutigen eindimensionalen, nahezu ausschließlich mechanisierten, industriell geprägten Verständnis. Und ein unabhängig von Erwerbsarbeit garantiertes Einkommen erfüllt voll und ganz die Anforderungen einer freiheitlichen Gesellschaft, da es die Vorherrschaft der eindimensionalen, zu großer Unmündigkeit und Abhängigkeit führenden Tätigkeitsstrukturen der industriell geprägten Arbeitsteilung, als auch den Zwang zu dieser Form von Arbeit auflöst, und stattdessen der Entwicklung freierer, flexiblerer, selbstbestimmterer Tätigkeitsbereiche, und damit auch einer freiheitlicheren Gesellschaft den Weg ebnet. Die derzeitige mechanististische und zu großen Teilen Lebenswirklichkeitsentfremdete Lohnarbeitsgesellschaft steht einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung jedoch eklatant im Wege.

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