Start Beiträge Themen Das Bedingungslose Grundeinkommen Grundeinkommen: Vom Teilhabebedürfnis zum Teilhaberecht
20.07.2017
  
Verwandte Beiträge
Teilen
bitly|a simple URL shortener
Echte Demokratie Jetzt!
Atomkraft? Nein Danke
Springer-Nazi-Schmiere
Global Change Now
Aktionen
Alice im Wandelland
 
Wir treten zurück
 
Barakas Netzgeflüster
Warnungen

   Unwettergefahr

 

   © Deutscher Wetterdienst, (DWD)
Wetter
Köln
0°C
Köln °C | Niederrhein °C | Dresden °C | München °C | Berlin °C | Karlsruhe °C | Bremen °C | Frankfurt °C | Münster °C | Kiel °C | Ostfriesland °C | Auckland °C | Christchurch °C | Wellington °C | Aberdeen °C | Cardiff °C | Bristol °C | Coventry °C | London °C | Amsterdam °C | Brüssel °C | Wien °C | Zell am See °C | Venedig °C | Treviso °C | Rom °C | Paris °C | New York °C | Los Angeles °C | Boston °C | Emmonak (Alaska) °C | Südpol °C
[Details]
Barakas Netzgeflüster
Wer ist online
Wir haben 76 Gäste online
banner-klein
Grundeinkommen: Vom Teilhabebedürfnis zum Teilhaberecht PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 24. Juni 2011 um 21:01 Uhr

Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine obrigkeitsstaatliche Almosenzahlung, sondern die rechtsstaatliche Teilhabe jedes einzelnen Menschen am gesamtgesellschaftlichen Wohlstand, sowie am ökonomischen, kulturellen und politischen Leben. Es ist Ausdruck und Realisation der unantastbaren und unveräußerbaren Teilhabebedürfnisse des Einzelnen, der prinzipiellen, grundsätzlichen Teilhabebedürfnisse des Menschen an sich.

Diese fundamentalen menschlichen Teilhabebedürfnisse umfassen das Bedürfnis zu Leben, zur individuellen wie gesellschaftlichen Gestaltung dieses Lebens und zur gemeinsamen, gleichwertigen und gleichberechtigten Teilhabe an diesem Leben und dessen Ausgestaltung. Die Teilhabebedürfnisse des Menschen entspringen den Teilhabefähigkeiten des Menschen und bilden diese als Antrieb zur schöpferischen Gestaltung des Lebens und zur gegenseitigen Anteilnahme an dieser Lebensgestaltung ab.

Das bedingungslose Grundeinkommen verwirklicht die Existenz- und Teilhabefähigkeit jedes Menschen. Es verwirklicht die menschliche Anerkennung und Gestaltung des Lebens in all ihrer Unterschiedlichkeit und Gleichwertigkeit in Form eines unantastbaren und unveräußerbaren, und daher bedingungslosen Existenz- und Teilhaberechtes. Es bringt damit eine völlig neue, bisher noch nie realisierte Form und Verständnis von Freiheit hervor.

Nämlich eine humane, am einzelnen Menschen, an seiner Vernunft, an seiner Verstandes- und Gewissensbegabung orientierte Freiheit. Eine Freiheit, die als Einklang von individuellem Willen und Gemeinwohl, von Teilhabebedürfnis und Teilhabefähigkeit verstanden wird. Ein Einklang, der sich aus den Grundbedürfnissen und Grundfähigkeiten des Menschen ableitet, und nicht autoritär, moralistisch, gewaltsam aufoktroyierbar ist.

Sondern der sich als Vernunft, Humanität, Gemeinwohl darstellt, das sich am einzelnen Menschen, an seinem Nachfrage- und Teilhabebedürfnis orientiert. Und dessen Realisation als Nachfrage- und Teilhabefähigkeit im individuellen, wie im sozialen Rahmen, eine vernünftige, humanistische Form der Freiheit darstellt. Eine Freiheit, die sich vor nichts und niemandem rechtfertigen und legitimieren muss.

Am allerwenigsten vor rassistischen, misanthropen Weltanschauungen und ihren doktrinären, repressiven Moralismen, in welchen der Mensch nichts weiter als Nutzvieh und Untertan ist. Nichts weiter als ein seelenloses, dressierbares Reiz-Reaktions-Wesen, eine programmierbare Maschine. Ein permanent bevormundetes und angetriebenes Wesen, das nur unter anregenden Reizen, sowie durch Gewalt und Zwang funktioniert, gehorsam und funktionsfähig ist. Eben reines, mechanisiertes Nutzvieh, ohne eigene Antriebe und Bedürfnisse.

Unter diese faschistische und totalitäre Geisteshaltung, die sich im liberalen Kontext als „freiheitlich“ und „bürgerrechtlich“ maskiert, und die in der gegenwärtigen liberalen Wohlstandsgesellschaft grassiert wie eine Pest, zieht ein (echtes) bedingungsloses Grundeinkommen einen radikalen Schlussstrich. Es ist nicht nur moralisch und ökonomisch notwendig wie konsequent, sondern auch politisch und weltanschaulich.

Das Ziel einer vernünftigen, humanen, moralischen Wirtschafts- und Sozialordnung muss ein Verständnis und eine Realität von Freiheit, und damit auch Gleichheit sein, die nicht länger weltanschaulich-moralistisch pervertiert und entstellt und durch solche Perversionen wie den Liberalismus und dessen rassistisches Freiheits- und Demokratiesurrogat ersetzt wird.

Das Ziel muss eine humanistische Vision und Form der Freiheit und ihre politische Realisation sein. Der Weg dahin heißt Bedingungsloses Grundeinkommen. Der Weg dahin heißt Bedarfs- und Ressourcen- und Kulturorientierte Teilhabegesellschaft. Anstelle eines autoritär alimentierenden und moralisch bevormundenden Obrigkeitsstaates. Anstelle einer totalitären Zwangsarbeitsgesellschaft und Zwangsgemeinwohlökonomie.

Wie die humane Freiheit sich am einzelnen Menschen orientiert, hängt das Erreichen dieser Freiheit und ihrer politischen Realisation, der Demokratie, einzig und allein vom einzelnen Menschen, von jedem einzelnen Menschen ab. Und dies zudem jeden Tag auf's Neue. Es hängt von seinem Bedürfnis nach Teilhabe ab. Von einem Grundbedürfnis, das nicht länger herrschaftlich, totalitär und rassistisch entstellt und missbraucht wird, sondern eine vernünftige und humane Grundlage verlangt und sich eine solche deswegen selbst erschafft. Ein bedingungsloses Grundeinkommen.


 

 

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Armutsgefährdung in Deutschland
{jcomments on} 
Nach einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes von vergangener Woche waren im Jahre 2007 in der Europäischen Union durchschnittlich 17 Prozent, also knapp ein Fünftel der Bevölkerung armutsgefährdet. Dieser Anteil entspricht insgesamt rund 85 Millionen Menschen. Auffällig hohe Armutsgefährdung weisen osteuropäische und die baltischen Länder auf. Am höchsten war die Armutsgefährdung in Lettland. Im Jahr 2007 waren dort 26 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet, gefolgt von Rumänien mit 23 Prozent, Bulgarien mit 21 Prozent, sowie Litauen mit 20 Prozent. Dieselbe Armutsgefährung weisen auch die durch das parasitäre Zinssystem, und der diesem dienstbaren kriminellen und/oder unzurechnungsfähigen nationalen wie europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik derzeit systematisch in den Ruin getriebenen Länder Griechenland und Spanien auf. Dort ist somit jeder Vierte ganz akut von Armut betroffen oder bedroht.

In Deutschland lag die Armutsgefährdung in diesem Jahr noch im mittleren Bereich aller EU-Staaten. 15 Prozent aller Menschen in Deutschland waren von Armut betroffen oder bedroht. Der Schwellenwert für die Bemessung der Armutsgrenze lag im Jahr 2007 bei 10.953 Euro jährlich, und somit bei knapp 913 Euro monatlich. Auffällig ist hierbei, dass in den Ländern, die politisch und ökonomisch mit Deutschland vergleichbar sind, die Armutsquoten zumeist niedriger als in Deutschland waren. Die niedrigsten Quoten hatten die Niederlande mit 11 Prozent und Österreich, Dänemark und Schweden mit jeweils 12 Prozent zu verzeichnen. Auch in Frankreich und Luxemburg mit jeweils 13 Prozent, sowie in Finnland mit 14 Prozent fielen die Quoten moderater aus als in Deutschland.

Verantwortlich dafür ist die in Deutschland in puncto Menschenfeindlichkeit und machtpolitischer Willkür beispiellose Sozialgesetzgebung. Durch die sog. Hartz IV-Gesetze werden unmittelbar Erwerbsarbeitslose in bisher nie dagewesenen Ausmaß entwürdigt, bevormundet, aus der Gesellschaft ausgegrenzt und in Armut getrieben. Darüber hinaus betrifft diese Gesetzgebung jedoch die gesamte Gesellschaft in einem ruinösen Ausmaß. Neben der machtpolitisch kalkulierten und organisierten Polarisierung und Aufhetzung der Menschen gegeneinander, sorgen die Hartz IV-Gesetze insbesondere dafür, dass Löhne und Arbeitsbedingungen in rasantem Ausmaß abnehmen, bei gleichzeitig zunehmender Unterwürfigkeit und Ängstlichkeit der potenziell betroffenen Menschen.
Weiterlesen...
Beiträge
März 2011

 

 

 

 
Februar 2011



 
Meist gelesen
Beiträge
Januar 2011

 

 

 
Dezember 2010

 

 

 
November 2010

 

 

 

 
Oktober 2010

 

 

 
September 2010

 

 

 
August 2010