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Leistungsgedecktes Geld vs. Leistungsloses Einkommen PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 13. April 2012 um 16:42 Uhr
 
Eine gigantische Verschwörung ist im Gange. Sie ist überall, allgegenwärtig und allmächtig. Es ist eine Verschwörung gegen das Allerheiligste und Allerwichtigste und Allergrößte auf diesem Planeten: Es ist eine Verschwörung gegen die Arbeit. Es ist eine Verschwörung der Nicht-Arbeit, der Anti-Arbeit. Es ist eine Verschwörung der Faulheit, des Parasitentums, des Untermenschentums. Es ist eine Verschwörung der Leistungslosigkeit. Ihre neueste, schlimmste und gefährlichste Waffe ist das leistungslose Einkommen: Das Bedingungslose Grundeinkommen.

Es wird uns alle vernichten, verderben, in den Abgrund stürzen. Es ist der Weltuntergang, die Vernichtung des Daseins, wie wir es kennen. Es der Untergang des Allerheiligsten und Allerwichtigsten und Allergrößten, das der Mensch besitzt: Die Arbeit und ihre Funktion, die allgemeine Nützlichkeit, und ihr Agens: Das Geld. Das Heilige GELD, unser GELD! Und so muss es denn verteidigt werden gegen die Frevler und Gottlosen, die das Heilige Geld und die noch Heiligere Arbeit bedrohen: Erst war es nur der Zins und Zinseszins, doch nun ist es auch das Bedingungslose Grundeinkommen.

Beide vereint ihr satanisches, gottloses Wesen: Es sind leistungslose Einkommen. Sie sind die Apokalypse des Geldsystems. Des Heiligen, Allmächtigen, Allgegenwärtigen GELDES und dessen ARBEIT. So wahnen sich die postmodernen, säkularen Kreuzzügler durch die virtuellen Welten, in ihrem Heiligen Krieg für ihre Götzen: Das Geld(system), und letztlich, das Allerheiligste, ihr Sanguinarium: Die Arbeit. Die allgemeine Nützlichkeit, deren Ertrag erst Wert erschafft. So das Arbeit bzw. ihr postmodernes Äquivalent "Leistung" nun zum höchsten, allerheiligsten Grundwert des Lebens erhoben wird.

Dies ist das ideologische Grundmuster der subkulturellen Bewegung der heutigen (Geldsystem-)Verschwörungsfanatiker. Geeint werden sie vom urliberalen Kerndogma: "Arbeit macht frei", auch bekannt als "Aufstieg durch Leistung", oder "Sozial ist, was Arbeit schafft", oder in einer neuesten Variante: "Leistung als Grundwert". Bereits in der nationalsozialistischen Bewegung und ihren Vorläufern erfreute sich dieses Dogma, der (soziale) Grundwert "Arbeit" höchster Beliebtheit. Und bereits in denselben Bewegungen erfreute sich aus eben diesem Grund die Geldsystemkritik, und konkret, die Zinskritik höchster Beliebtheit.

Es ist derselbe Grund, aus dem sich auch die heutigen Geldsystemverschwörungsideologen denselben neuen alten Geldsystemverschwörungsideologien verschreiben. Es geht ihnen um den ultimativen Götzendienst der bürgerlich-säkularen Moderne: Die Unterwerfung unter das Diktat der Arbeit. Es geht ihnen um die Aufrechterhaltung der bestehenden Herrschaftsverhältnisse, konkret, der bestehenden Zwangsarbeitsgesellschaft. Dazu konstruieren sie sich eine Ideologie, die ihren heiligsten Götzen, ihren allmächtigen, allerwichtigsten, allergrößten Fetisch in eine Opferrolle drängt.

So heißt es nämlich unisono: Die Arbeit sei dem Geldsystem und dessen parasitären, ruinösen Bedingungen ausgeliefert. Und mit der Arbeit auch die Arbeitenden, die sich in der Rolle der Unterdrückten und Ausgebeuteten sehen müssen. Das Perfide ist, dass diese Kritik durchaus wahre Elemente enthält, und dementsprechend auf einen sozialen Nährboden fällt. Jedoch appelliert sie nicht an die Vernunft, denn sie hat keinen wirklich aufklärerischen, emanzipatorischen Charakter. Im Gegenteil: Sie ist eine totalitäre Bewegung zur Zementierung und Ausweitung der Zwangsarbeitsgesellschaft.

Ihre letztendliche Scheinkritik richtet sich lediglich gegen bestimmte, zentrale Aspekte des bestehenden Wirtschaftssystems und deren Auswirkungen. Damit lenkt sie von den eigentlichen und tieferen Bedingungen und Ursachen der angeprangerten Probleme und Verwerfungen ab. Sie appelliert nicht an die Vernunft, auch wenn sie das von sich selbst denkt und behauptet, sondern ausschließlich an Emotionen. Ihr argumentatives Fundament ist die Opferrolle, in die sie sich selbst fantasiert, und aus der heraus sie anschließend ideologisch operiert.


Der totalitäre Charakter

Die Ausgangsbasis ihrer totalitären Ideologie ist eine devot-masochistische Triebhaftigkeit, die im Zusammenspiel mit einer massiven paranoiden Psychose zur Herausbildung einer totalitären Weltanschauungs- und Charakterstruktur führt. Wie jede masochistische Verschwörungsideologie wird auch die Geldsystem-Verschwörungsideologie nicht von einem bloßen Opferkult, sondern von einer regelrechten Leidenslust angetrieben und bestimmt. Das heißt, die paranoiden Wahngebilde speisen sich aus dem dabei erfahrenen Lustgewinn, wenn sich Verschwörungsfanatiker als Opfer, als ohnmächtig, als ausgeliefert fühlen.

Nämlich einem übermächtigen, finsteren, allgegenwärtigen, aber auch nebulösen, diffusen Grauen, Bösen gegenüber, das hinter jede Ecke lauern kann. Die Triebkraft besteht neben dem Grauen vor allem in der bloßen Wahrscheinlichkeit, dem "es könnte ja sein...". Dies ist die zentrale apokalyptische Triebkraft verselbstständigter, pathologischer Paranoia. Es ist die bloße Wahrscheinlichkeit, dass eine furchtbare Katastrophe, ein unaussprechliches Grauen sich ereignen KÖNNTE, mit der Verschwörungsideologien massiv an Emotionen appellieren und irrationale Ängste schüren können, und auf dieser Grundlage dann Andere argumentativ perfide manipulieren und "dummsabbeln" können.

Ein schöner und nur allzu zutreffender Spruch besagt darum eben, dass ein Verschwörungstheoretiker in fünf Minuten mehr "Dünnschiss" von sich geben kann, als etwa ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann. Von dieser Kraft ernähren sich Verschwörungsbewegungen als solche. Der Verschwörungsfanatiker als solcher lebt darüber hinaus von seiner massiven masochistisch-paranoiden Unterwürfigkeit. Die subtilste Form des daraus zwangsläufig entspringenden Fühlens und Denkens ist eine unterwürfige Haltung gegenüber übermächtigen, schicksalhaften Gegebenheiten, Notwendigkeiten, Unausweichlichkeiten, Alternativlosigkeiten.

Wie beispielsweise Geld oder das Geldsystem. Dementsprechend leicht ist es dann, etwa ein Konzept wie das Bedingungslose Grundeinkommen einer höheren Macht der Finanzierbarkeit zu unterwerfen, sprich: es als nicht finanzierbar, oder als "Inflations-Apokalypse" darzustellen. Die höchste Macht, der größte Fetisch, der mächtigste Götze der Geldsystemverschwörungsideologie ist aber ARBEIT. Und weil sich das Grundeinkommen diesem Götzen nicht unterwirft, sondern im Gegenteil, weil es die Arbeit sich selbst unterwirft, müssen die Geldsystemverschwörungsideologen das Grundeinkommen notwendigerweise direkt oder indirekt ablehnen.

Für den Geldsystemverschwörungsideologen wird das Grundeinkommen dadurch zu einem elementaren Feindbild - zu eben genau einem solchen Grauen, Bösen, das er braucht, um Lustgewinn zu erfahren, weil es ihn leiden lässt. Das Grundeinkommen ist ein paranoides Leidensobjekt, ein Feindbild, ein Sündenbock, eine (drohende) Apokalypse - weil es der devoten Triebhaftigkeit des Verschwörungsideologen zuwider läuft. Daneben gibt es daher nämlich auch ein devotes Leidensobjekt - und dieses ist identisch mit dem angebeteten Fetisch, Götzen, also mit der höchsten, heiligsten Macht, welcher sich der Verschwörungsnazi unterwirft.

Dieses devote Leidensobjekt ist letztlich das zentrale, fundamentale Leidensobjekt, die weltanschauliche Ausgangsbasis des Verschwörungsideologen. Im Falle des Geldsystemverschwörungsnazis ist die fest und unausweichlich an Geld geknüpfte Arbeit dieses devote Leidensobjekt. Die Arbeit und die mit ihr einher gehende Entmenschlichung, Entwertung, und bloße Funktionalisierung und Vernutzbarung des Menschen, der sich für diesen Götzen Arbeit diszipliniert und entbehrt, ist dementsprechend ein Leidensobjekt.

Der Geldsystemverschwörungsfanatiker jedoch erfährt dank seiner masochistischen Triebhaftigkeit in diesem Leiden, in dieser Opferrolle einen Lustgewinn. Arbeiter zu sein, zu arbeiten, einer höheren Macht "Arbeit" zu dienen und durch diese nützlich zu sein - darin erfährt der Geldsystemverschwörungsnazi Gefühle der Lust und des Glücks, der Sinn- und Werthaftigkeit seines Daseins. Er kann schließlich auch gar nichts anderes mehr fühlen und denken außer dies.

Die soziale Pathologie dieses Verhaltens, also der totalitäre Charakter erwächst dann aber aus einem absolutistisch-dogmatischen Projektionsverhalten, wenn nämlich dieses Leidens-Lust- und Sucht-Verhalten zur universellen, allgemein verbindlichen sozialen Norm ver- und erklärt und dann schließlich der gesamten Gesellschaft oktroyiert wird. Im Falle des Götzen "Arbeit" ist eben genau dies längst passiert, und so ist die liberal säkularisierte bürgerliche Gesellschaft längst eine Zwangsarbeitsgesellschaft.


Der Kreuzzug der Verschwörungsideologen

Der Lustgewinn an diesem Zwangsarbeitsdasein lässt die meisten der zu dieser (Zwangs-)Arbeit abgerichteten Menschen dies als "Freiheit" empfinden und definieren. Darum heißt der Liberalismus eben Liberalismus, und nicht ganz offen und offiziell z.B. etwa "Faschismus". Viele dieser "liberalisierten" Arbeitslemminge begeben sich schließlich aber gerne auf regelrechte Kreuzzüge zur Verteidigung und Totalisierung der Arbeit, also der Ausweitung der totalen Herrschaft des Götzen Arbeit über alle Menschen, alle Lebensbereiche, und über alles Dasein überhaupt.

Aus solchen Kreuzzüglern, solchen totalitären Arbeitsbücklingen rekrutieren sich sämtliche Verschwörungsideologien der Gegenwart. Die Geldsystemverschwörungsideologie richtet dabei ihr weltanschauliches Grundgerüst am Geld und Geldsystem aus. Zum allerhöchsten Götzen Arbeit reiht sich somit ein weiterer Fetisch, eine weitere höhere Macht zum Anbeten und Dienen: Eben das Geld. Wobei sowohl Geld als auch Arbeit sowohl Götzen als auch Opfer sind, also devote wie paranoide Leidensobjekte. Gemeinsam begünstigen und füttern beide den devoten Identifizierungstrieb des Verschwörungsnazis mit seinen angebeten Götzen.

Der Geldsystemverschwörungsnazi dient seinen Götzen auch, indem er sich auf einen Kreuzzug zu ihrer Befreiung, wie auch zu ihrem Schutz durch Angriffe des Bösen, Antigöttlichen, Teuflischen, also von jenen paranoiden Leidensobjekten macht. Das Bedingungslose Grundeinkommen ist so ein Teufel, ebenfalls eine höhere, aber dunkle, böse Macht, welcher der Geldsystemverschwörungsnazi natürlich ebenso dient, aber indirekt, nämlich durch seine paranoide Hingabe an dieses Konzept, durch dessen Stilisierung und Verklärung als Feindbild, als das pure Böse, dem er sich mit seinem ganzen Dasein in den Weg stellt und es zu bekämpfen und zu vernichten versucht.

Bei diesem Kampf gegen das Grundeinkommen kann der Geldsystemverschwörungsnazi aufgrund seiner totalitären Natur aber gar nicht anders, als eben bloß an Emotionen zu appellieren, Angst und Paranoia zu schüren. Der Geldsystemverschwörungsnazi manipuliert bloß, aber er argumentiert nicht, denn er hat keine Argumente gegen das Grundeinkommen. Er kann bloß schein-argumentieren, und zwar gegen das, was er für das Grundeinkommen hält, das ja für ihn bloß ein paranoides Leidensobjekt ist.

Er debattiert also nicht mit dem wirklichen Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens, das er aufgrund seines totalitären Charakters ja gar nicht verstehen kann, bis auf eben dieses eine: das es die "Gegen-Macht", der "Anti-Gott" zu seinem eigenen Götzen "Arbeit", und ferner auch zu dem Hilfsgötzen "Geld" ist. Gerade aber dies führt zur paranoiden Wahnhaftigkeit des Verschwörungsnazis, welche das Konzept des Grundeinkommens bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, weil es ja nur eine Projektionsfläche für ihn, für seine Paranoia ist, eben ein paranoides Leidensobjekt.

Der Verschwörungsnazi debattiert also nicht mit dem wirklichen Konzept des Grundeinkommens, sondern er baut sich ein eigenes Grundeinkommens-Konzept auf. Ein Zerrbild nämlich, dessen weltanschauliche Struktur auf der (Pseudo-)Logik einer eigenen, von seiner masochistisch-paranoiden Triebhaftigkeit geformten Binnenrationalität beruht. Mit diesem Zerrbild des als Feindbild konstruierten Konzepts "Grundeinkommen" debattiert der Geldsystemverschwörungsnazi letztlich.

Dabei sondert er Schein-Argument um Schein-Argument ab, und offenbart damit doch nichts über das "echte" Grundeinkommen, sondern lediglich über seine eigene totalitäre Agenda und über seinen eigenen, dieser Agenda zugrunde liegenden masochistisch-paranoiden Geisteszustand. Die paranoid emotionalisierte, manipulative Scheinargumentation des Geldsystemverschwörungsnazis bringt es dabei bisweilen fertig, dem Konzept und Wesen des Grundeinkommens das völlige Gegenteil dessen anzudichten, was das Grundeinkommen tatsächlich darstellt.

Auch dies ist letztlich aber geradezu notwendige Folge der totalitären Charakterstruktur des Geldsystemverschwörungsnazis. Weil er seine eigene lustbringende Unterwerfung unter die totale Herrschaft der Arbeit mitsamt einer angestrebten totalen Herrschaft der Arbeit über Alles und Jeden gegen das Grundeinkommen verteidigt und zugleich aber auch zu legitimieren versucht, muss er das von ihm empfundene Abhängigkeits- und letztlich Leidensverhältnis zwischen dem Grundeinkommen auf der einen Seite und dem Individuum oder der Allgemeinheit auf der anderen Seite ideologisch umkehren.

Dies gelingt dem Geldsystemverschwörungsideologen spielend, da seine paranoid-masochistische Triebhaftigkeit eben genau solche kognitiven Dissoziationen begünstigt und antreibt. Das heißt, das Grundeinkommen, das für den Geldsystemverschwörungsideologen eben ein paranoides Leidensobjekt ist, rückt nun an die Stelle des Herrschers, des Beherrschers der Menschen. Ferner aber auch an die Stelle des Beherrschers seiner eigenen Götzen, Arbeit und Geld, worauf letztlich nämlich alles hinaus zu laufen hat. Eben damit der Geldsystemverschwörungsnazi sich (und seine Götzen) als Opfer fühlen, und das heimtückische, unterdrückerische Böse bekämpfen kann.


Der Kampf Gut gegen Böse – Aus Paranoia wird Schizophrenie

Denn der Herrscher ist hier nämlich kein "guter" mehr, also ein im Rahmen masochistischer Triebhaftigkeit herbeigesehnter Herrscher, wie es die Götzen Arbeit und Geld darstellen, sondern das Grundeinkommen ist ein "böser Herrscher". An diesem ideellen Konstrukt des bösen Herrschers, des bösen "Anti-Gottes", des Teufels, kann der Verschwörungsideologe sich als Gegner, als Kritiker, als Rebell und Widerständler, gegen ein schlechtes, böses System und/oder gegen schlechte, böse Politik oder politische/gesellschaftliche/ökonomische Konzepte hin- und darstellen.

So auch gegen das Grundeinkommen, das dergestalt, als paranoides Zerrbild in der Rolle des "bösen Herrschers", des Diktators, des Teufels, des Unterdrückers von Freiheit, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung etc. zum Gegenteil dessen geworden ist, was es tatsächlich ist. Der Geldsystemverschwörungsnazi kann sich dagegen nun mittels seines Kampfes gegen sein selbst erschaffenes paranoides Zerrbild Grundeinkommen zum Freiheitskämpfer par excellence verklären.

Dabei immer und ausschließlich an Emotionen appellierend, an Schuldgefühle, Minderwertigkeitskomplexe, Leistungsausgleichsfantasien, und an Paranoia en masse - um auf diese Weise die Arbeit als Sinnstifter, und ihr Agens, das Geld, als Wertstifter, als totale und vollkommene Herren über Mensch, Leben und Welt zu inthronisieren, und ihre totale Herrschaft als gut, notwendig und unausweichlich zu legitimieren. "Arbeit macht frei" ist und bleibt das Leitmotiv der Arbeitslemminge, und im Besonderen der Geldsystemverschwörungsnazis, die aus eben diesem Grund einfach auch "Nazis" sind. Ganz zu schweigen von der historischen Parallelität der (prä)nationalsozialistischen Geldsystemverschwörungsideologie mit der heutigen.

Mit dem liberalen Kerndogma "Arbeit macht frei" als ideeller Ausdruck der devot-masochistischen Triebstruktur des Geldsystemverschwörungsnazis können diese sich und ihre totalitäre Agenda im Rahmen eines Freiheits- und Gerechtigkeitskampfes darstellen. Tatsächlich aber ist es nichts weiter als der Kampf um Herrschaft, wobei die (potenzielle) böse Herrschaft (des Zinses oder Grundeinkommens) von der guten Herrschaft (des leistungsgedeckten Geldes, und damit letztlich der Arbeit) geläutert oder verdrängt und vernichtet werden soll.

Angeführt werden die Kreuzzügler auf ihrem Heiligen Krieg gegen das Böse der Leistungslosigkeit von ihrem Heiligsten Götzen, der Arbeit. Ihr Kampf hat nur ein Ziel: Die Errichtung einer totalen Herrschaft der Arbeit, der sich jeder und alles zu unterwerfen hat. Arbeit, oder ihr modernes, säkulares Äquivalent "Leistung" soll das höchste, wenn nicht sogar einzigste Leitmotiv, der zentrale Grundwert des (menschlichen) Daseins sein. Gegen eben genau diese totalitäre Herrschaft der Arbeit und ihrer zu diesem Zweck erfolgten Fetischisierung und Vergötzung gibt es ein bahnbrechendes, fundamental entgegen gerichtetes Konzept - und dies ist das Einzige, was Geldsystemverschwörungsnazis begriffen haben.

Dieses Konzept ist folgerichtig das der Arbeit, also der universalisierten, masochistischen Sklaventätigkeit diametral entgegen gesetzte Konzept der Leistungslosigkeit, als zentrales Leitmotiv, als fundamentaler Grundwert des Lebens. Die Idee, dass das Leben einen Eigenwert besitzt, der in keinem Agens, keinem Medium, keinem Ertrag, keinem Wertmesser sichtbar gemacht werden kann. Sondern lediglich moralisch realisiert, als Grundrecht auf Leben, und politisch und ökonomisch institutionalisiert, als Bedingungsloses Grundeinkommen.

Dieser Form der Wahrnehmung und des Denkens fehlt jedoch das herrschaftliche Moment, also der totalitärem Denken und Handeln innewohnende Trieb zur Funktionalisierung und Aneignung, der Objektivierung und Vernutzbarung des Seins. Nur dieses aber bedient die devot-masochistische Triebhaftigkeit einer totalitären Charakterstruktur, konkret auch der eines Geldsystemverschwörungsnazis. Dieser braucht immer eine höhere Macht, ein Fetischobjekt, einen Götzen, vor dem er sich niederwerfen kann, dem er dienen kann und dem er sich klein, wehrlos, ohnmächtig als Opfer, als Unterdrückter fühlen und/oder an dessen Macht, Größe und Herrlichkeit er als Diener, als treuer, liebender Untertan stellvertreterlich, sich damit identifizierend teilhaben kann.

Grundlegendes Triebelement ist dabei immer der masochistische Lustgewinn an der Unterwerfung und/oder am Ausgeliefertsein, wobei diese höchste Macht, welcher der totalitäre Charakter dient, beim Auftreten einer zusätzlichen paranoiden Triebkraft in "gut" und "böse", in gutes, devotes Leiden, und in böses, paranoides Leiden aufgespalten wird. Jede Form des Leidens geht aber immer einher mit einem Gewinn an Lust, an Glück, an Wert- und Sinngebung des eigenen Daseins.

Ein Konzept wie das Bedingungslose Grundeinkommen, das diese Triebhaftigkeit, die Lust an der Unterwerfung und am Leiden unter höheren Mächten, allmächtigen Götzen, massiv torpediert, ihr letztendlich diametral entgegen gesetzt ist, MUSS aus der Sicht eines totalitären Charakters, und insbesondere aus der Sicht eines arbeitsfetischistischen Geldsystemverschwörungsnazis, eine unerhört bösärtige, hinterhältige, gemeine, teuflische Macht sein. Die paranoide Verzerrung des Grundeinkommens, aufgrund des erbitterten Kampfes gegen es, eigentlich aber nur für den Erhalt der eigenen Leidenslust, führt dann letztlich zu einer vollkommenen Verkehrung der Tatsachenbedingungen und ihres Verhältnisses zueinander.

Die totale Herrschaft der Arbeit über Mensch, Leben, Welt ist dann plötzlich Sinnbild und Leitmotiv für Freiheit. Das Grundeinkommen dagegen, und die ihm zugrunde liegende Idee der unantastbaren Eigenwerthaftigkeit des Lebens an sich, wird dann zur Urquelle des Bösen, das die Welt in Finsternis und apokalyptische Verdammnis stürzen wird. Leistungsgedecktes Geld als ökonomische Manifestation der totalen Herrschaft der Arbeit wird plötzlich zum Sinnbild der Freiheit. Leistungslosigkeit, ökonomisch realisiert als Grundeinkommen wird dagegen zu einem totalitären Werkzeug, das alle Menschen unter das Joch der Ausbeutung durch Arbeit zwingt.

Oben ist unten, vorne ist hinten, links ist rechts, schwarz ist weiß. Die hier sichtbar werdende Schizophrenie manifestiert als ihre zwangsläufige ideologisch-propagandistische Folge das zentrale liberal-faschistische Herrschaftsinstrument des "Neusprech", wie es Orwell nannte, also einer manipulativen, die Dinge in ihr Gegenteil verkehrenden Rhetorik und Dialektik. Genau dies betreiben Geldsystemverschwörungsnazis ganz massiv, was der paranoiden Wahnhaftigkeit geschuldet ist, die ihre masochistischen Grundtriebe völlig ausufern, und in der Folge ihre totalitäre Denk- und Verhaltensstruktur vollends ins faschistische abgleiten lässt.

Ganz besonders gilt dies beim Kampf gegen das Bedingungslose Grundeinkommen, der letztlich ein Kampf gegen das bedingungslose Recht auf Leben, und zwar menschenwürdig, "eigenwertig", selbstzweckhaft zu leben ist. Und ferner ein Kampf gegen den Menschen, gegen die Freiheit, gegen die geistige und emotionale Autonomie des Individuums gegenüber herrschaftlichen Bestrebungen, also gegenüber autoritärer und elitärer Verfügungsgewalt, die den Menschen untertan machen will, indem sie ihn funktionalisiert und etikettiert und katalogisiert, ihn zu einem Verfügungs-, Verwaltungs- und Verwertungsobjekt macht.

 

 

 

 

 

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Das Bedingungslose Grundeinkommen: Psychologische Aspekte

Unter dem Titel "Die Re-Humanisierung der Gesellschaft?" erläutert der Psychologe Prof. Theo Wehner die psychologischen Aspekte des Bedingungslosen Grundeinkommens. Wehner erforscht als Arbeits- und Organisationspsychologe u.a. auch menschliche Tätigkeitsmotive. Das Modell eines bedingungslosen Grundeinkommens erscheint ihm dabei weniger utopisch als der moderne Mythos von der Vollbeschäftigung. Das gesamte Interview gibt es hier als pdf-Datei zum Lesen und Herunterladen. Im Folgenden drei kurze Auszüge aus dem Interview, das letztes Jahr in der Dezember-Ausgabe der schweizerischen Fachzeitschrift "Psychoscope" erschien.


"Seit 1970 erhöht sich die Zahl der Güter und Dienstleistungen, die wir pro Stunde zu produzieren in der Lage sind, jährlich um ca. 2,6 Prozent. Dies entspricht einer Verdoppelung der Produktivität in 27 Jahren! Berücksichtigt man zusätzlich die Arbeitslosenquote – in der Eurozone liegt sie bei 9,4 Prozent – und nimmt zur Kenntnis, dass sich durch die Globalisierung das Angebot an Arbeitskräften auf ca. 3 Milliarden erhöht hat, so ist Vollbeschäftigung – wenn man einmal von sittenwidrigen Verträgen und Dumpinglöhnen absieht – die utopischere Vorstellung als jene des bedingungslosen Grundeinkommens (bGE)."

"Abgesehen von der erstaunlichen Unwissenheit darüber, was Kommunismus tatsächlich bedeutet, nämlich die Freiheit des Einzelnen gerade nicht zu stärken und ihn in den Arbeitsdienst zu schicken, und abgesehen davon, dass auch einige bGE-Mitstreiter von einer «capitalist road to communism» sprechen, geht es bei der Auseinandersetzung nicht um Verteilungsprobleme oder um den Besitz von Produktionsmitteln; es geht vielmehr um ein Menschenrecht, nämlich jenes der Existenzsicherung jenseits der Notwendigkeit zur Lohnarbeit. So wie wir mit dem Eintritt in die Gesellschaft die Bürgerrechte bedingungslos bekommen, so kann man sich durchaus vorstellen, dass ein Grundeinkommen, bedingungslos und über der Armutsgrenze liegend, jedem Bürger und jeder Bürgerin gewährt wird."

"Versetzen wir uns gedanklich in die Zeit des bGE, so würde ich vermuten, dass Psychologinnen und Psychologen nicht mehr nur im Dienste der Selektion, Qualifizierung und Eingliederung in den Erwerbsarbeitsprozess sowie der Reparatur von negativen Auswirkungen durch Erziehung, Schule und Arbeit, sondern im Dienste der Selbstverwirklichung und in der Umsetzung von Kriterien «guter Erziehung, Bildung und Arbeit» tätig sein würden; ob dazu der Mainstream momentaner Variablenpsychologie taugt, ist allerdings zu bezweifeln! Vieles an Forschung, womit heute «Impact» erzielt werden kann, würde in Zeiten des bGE u.U. keinerlei Eindruck mehr machen; es würde vielmehr deutlich, wie sehr ein Grossteil heutiger Forschung als Lohnarbeitspsychologie zu kennzeichnen wäre."

 

 

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